Neuer Teeschüler im Myoshin-an

Seit ein paar Tagen lebt ein neuer Teeschüler hier im Myoshinan.
Er ist sehr intelligent und lernt sehr schnell, wenn er auch noch sehr viel schläft.
Aber Tee zu lernen und all die anderen Künste, ist ja auch ganz schön ermüdend, vor allem, wenn man noch so jung ist.

Der Kleine ist ein Havaneser, eine Hunderasse, die in Kuba – nicht nur in Havanna – gezüchtet worden ist. Vermutlich haben die Spanier Hunde dieser Rasse im 17. Jhdt. nach Kuba gebracht. Weil sie so liebenswürdig waren – die Hunde, nicht die Spanier – haben sie die Herzen der Menschen, vor allem die der Damen erobert. Aber die Kleinen Kerle sind so tapfer, dass sie in Kuba sogar als Hütehunde gehalten wurden. Erst Fidel Catro fand, dass sie typisch bourgeois seien, so wurde die Rasse in Kuba ausgerottet. Aber in Amerika haben doch etliche dieser lieben Hunde überlebt und nun sind sie auch wieder nach Europa zurück gekommen.

Intelligent und liebenswürdig sind sie schon! Ganz liebe, tapfere Kerle.
Von der Züchterin hatte der Kleine den Namen Carlo mitbekommen, aber schließlich lebt er hier in einem japanischen Teehaus. Also braucht er auch einen japanischen Namen – einen Tee-Namen! Und was passt besser für so einen Kleinen Kerl als Kintaro? Kintaro war schon als Kind so stark und tapfer, dass er mit einem Bären gekämpft hat und riesige Bäume ausriss. Seine Mutter hatte ihm ein Leibchen gemacht mit dem Schriftzeichen KIN 金 für Gold. Und Taro heißen alle tapferen Knaben in Japan, so z.B. auch der Momo-Taro, der Knabe aus dem Pfirsich. Wäre auch ein schöner Name, denn winzig klein ist er ja der Kin.

Kintaro

Die ganze Geschichte von Kintaro kann man in dem Buch vom Donnergott nachlesen.
Zum Buch: Buch Donnergott
Die Wirtin beim Chinesen unten im Ort meinte: „Der sieht ja aus wie ein Panda!
Das stimmt schon, eine gewisse Ähnlichkeit ist unverkennbar:

Der Panda Bär Fu Long aus Schönbrunn

Das ist der kleine Panda Fu Long aus Schönbrunn. Fu Long wäre auch ein schöner Name: Glücks-Drache, wo doch jetzt das Drachenjahr ist und wir wie die Wilden an der Vorbereitung der Drachenausstellung arbeiten.
Aber ein japanisches Teehaus kann keinen Hund mit einem chinesischen Namen haben. Wo kämen wir denn da hin!
Also bleibt es bei Kintaro!
Schauen wir mal, wie sich Kintaro als Teehund entwickelt!

Ps: Er hört übrigends auch auf Kin, auf Taro und auf Carlo. Ist eben ein schlaues Kerlchen!
Tee schlagen kann er noch nicht, aber er schaut gern zu!
Und er liebt die Shakuhachi!

Was hat Thomas Mann einmal geschrieben?

„Ein Leben ohne Hund ist möglich – aber ein Irrtum!“

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