12 Mai 2012 - 16:48Die Drachen kommen!

Endlich ist es soweit. Nach fast einem Jahr Vorbereitung startet unsere Ausstellung zum Jahr des Drachen am Sonntag den 8.7.2010 in Nürnberger Naturhistorischen Museum in der Norishalle.
Die Vernissage beginnt um 10.30 Uhr mit der Trommelgruppe Kokuryu aus München. Während der Dauer der Ausstellung finden immer wieder Führungen und Sonderveranstaltungen statt. Wer Interesse an einer Führung für Gruppen hat, kann sich entweder an das Museum oder direkt an das Myōshinan wenden. Ich werde die Führungen zusammen mit Jörg Eberle machen, der die Sammlung zusammengetragen hat.

Zu sehen sein werden unter anderem:

  • Kalligrafien und Bilderrollen
  • Kleidung vom chinesischen Kaiserhof
  • Japanische Kleidung mit Drachenmotiven
  • Figuren und diverse Objekte
  • chinesische, Tibetische und Mongolische Teppiche mit Drachenmotiven
  • u.v.m.

 
Einige Beispiele aus der Sammlung sind ja schon hier im Blog vorgestellt worden.
Dazu kommen noch eine ganze Reihe von Bilder von Drachen in Nürnberg, unter anderem von Albrecht Dürer etc. Natürlich hier nur Fotografien!
(nicht einmal das Germanische Nationalmuseum kann das Original von Dürers Selbstporträit ausstellen!)
Man kann

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10 Mai 2012 - 8:47Nihon-Matsuri und der Schwarze Drache Koku-Ryu

Gerade ist wieder einmal ein Japanfest vorüber. Es war das dritte Japanfest in Eschenau, das die Bonsaifreunde, das Myoshinan und viele Vereine und Helfer gestaltet haben. Und kein Matsuri in Japan ohne Trommeln!
In diesem Jahr hatten wir die große Freude, eine Gruppe Japanischer Trommler begrüßen zu dürfen. Die Trommelgruppe, die den Namen Scharzer Drache – Kuku Ryu führt, war aus München zu uns gekommen.

Kokuryu Daiko

Kokuryu Daiko


Kokuryu Daiko

Kokuryu Daiko

Die Gruppe ist zwar noch recht neu, aber ihre Darbietung war auf dem höchsten Niveau. Die gesamte Halle dröhnte und begeistert meinte jemand aus dem Publikum: Da spürt man noch die schmanistischen Wurzeln der Trommel!”
In Japan sagte man früher, dass die Ortsgrenzen so weit reichen, wie man den Klang der Trommeln hören kann. Aber man hört sie nicht nur, man spürt sie in jeder Zelle des Körpers. Die Erde dröhnt wie ein Trommelfell und man schwingt mit im Rhythus der Musik.
Nach ihrem kleinen Konzert, immerhin sind die Trommeln zweimal aufgetreten – wenn es nach den Zuhörern gegangen wäre, hätten sie den ganzen Tag spielen können – gab es sogar noch einen Workshop. Eigentlich dachte ich, das kann nicht gehen, weil ja die Neulinge noch keine Erfahrungen mit Trommeln hatten. Aber nach einer kurzen Erklärung über die Körperhaltung und wie man die Schlägel hält ging es schon los. Einer der Trommler schlug die große Trommel, andere zeigten den Rhythmus mit ihren Schlägeln in der Luft. Und schon nach ein parr Augenblicken klang es fast professionell. Sogar schwierigere Rhythmen wurden geübt und gelangen fast auf Anhieb.
Schweißgebadet und freudestrahlend kamen die Teilnehmer vom Spielen zurück: “Das macht so richtig Spass!”

Im nächsten Monat veranstaltet die Gruppe einen Workshop in München. Teilnahme ist auch für Anfänger möglich. Anfragen an das Myōshinan.

Wer weiß, möglicherweise gibt es bald eine Trommelgruppe auch in Oberrüsselbach?!
Interessenten gibt es schon. Wer auch mitmachen möchte, meldet sich bitte.

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26 April 2012 - 11:26Chanoyu in Sibirien? !

Jakutsk in Sibirien ist gemeinhin bekannt als die kälteste Stadt der Welt mit Permafrost und eisigen Wintern. Mitten in Jakutsk stehen diese eisigen Gestalten.

Eisfiguren in Jakutsk - Sibirien

Eisfiguren in Jakutsk - Sibirien

Heute habe ich von Svetlana, die Teeschülerin aus Sibirien eine mail bekommen. Es gibt Chanoyu auch in Sibirien. Als Ortschaft! Ja, man kann sogar über das Internet dort ein Hotel buchen: Hotel in Chanoyu (Nein, nicht wirklich, wenn man die Seite anklickt, sieht man die Meldung: 0 Hotel found!) Also ist Chanoyu wirklich ein Kaff!

Also gleich auf Google Earth anschauen:

Jakutsk und Chanoyu

Jakutsk und Chanoyu

Tatsächlich. Oben im Nordwesten liegt Jakutsk und im Südwesten des Kartenausschnittes Chanoyu!

Ist das ein Dorf oder eine Ortschaft mit dem Namen Chanoyu, also eigentlich “Heißes Wasser für Tee”, die alte Bezeichnung für den Teeweg?

Kann mal jemand hin fahren und nachschauen?
Wäre doch wichtig zu wissen, ob das Urasenke Chanoyu oder Omotosenke Chanoyu ist!
Und gibt es in Chanoyu / Sibirien japanische Teehäuser?

PS.: Svetlana wird versuchen herauszufinden, ob “Chanoyu” auf Yakutisch eine Bedeutung hat. Vielleicht hat es ja doch nichts mit dem Tee zu tun?

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13 April 2012 - 11:53Wudangshan Drachen Kampfkunst

Hier noch ein Film aus den Wudangshan Klöstern über die Drachenform der Kampfkunst.
Der Film – leider nur in Chinesisch, aber trotzdem absolut sehenswert – zeigt am Anfang den Haupttempel mit der 1,80 m großen Sitzfigur des Zhen Wu, des Schutzgottes der Kampfkünste.
Dann fürt ein Meister in der 15. Generation den Drachenkampfstil vor und erläutert einige Details.

Absolut sehenswert!

 

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9 April 2012 - 10:34Zhenwu, der “Wahre Krieger” und die Wudangshan Berge

Schon früher habe ich von Zhenwu, dem “Wahren Krieger”, der als Bai Di, der “Nördliche Kaiser” am Himmel residiert berichtet.
Bei der Bearbeitung der Beschreibung von Zhenwu für unsere Drachenausstellung bin ich auf Videos bei Youtube gestoßen, die den Wudangshan Taijiquuan – Stil zeigen.
Das Wudangshan Gebirge ist eine “heilige Rgion des chinesischen Daoismus. In Wickipedia heißt es dazu:

Die Wudang-Berge (chinesisch 武當山 / 武当山 Wǔdāngshān, W.-G. Wu Tang), auch bekannt unter dem Namen „Taihe“ oder „Berg der Mysterien“ (chin. 玄岳 Xuanyue) sind eine Bergregion im Nordwesten der chinesischen Provinz Hubei, nahe der Stadt Shiyan. Das Gebiet umfasst ca. 400 km² und besteht aus 72 Gipfeln, der höchste mit 1612 m ist der Tiānzhù (chinesisch 天柱 ‚Himmelspfeiler‘). Des Weiteren besticht die Landschaft mit 36 bizarren Felsen und 24 Tälern. Mit seinen zahlreichen Bauwerken, Tempeln, Palästen, Klöstern, Brücken, Toren, Höhlen und Einsiedeleien ist Wudangshan ein berühmter heiliger Platz der daoistischen Religion und Anziehungspunkt für Pilger aus aller Welt.

Dort in den Wudangshan Bergen haben sich auch einige Kampfstile ähnlich den buddhistischen Kungfu und Taiji – Stile entwickelt.
Einer der wichtigsten Stile stammt von der Drachentor – Schule. Auf diesem Video gibt es eine beeindruckende Vorführung von Taiji im Wudangshan Stil:

Ebenso hier:

Last not least das Schwert des fliegenden Drachen.

Man kann förmlich den Drachen fliegen sehen! Besonders zu Beginn der Figur  formt der Meister den fliegenden Drachen, der vom Himmel herab steigt und in großen Schleifen nach unten kommt, bis er, endlich angekommen, wie eine Schlange zustößt.

Je mehr ich von dieser Region sehe, deste mehr wächst der Wunsch, einmal dort hin zu fahren und alles mit eigenen Augen zu sehen.
Wer weiß?
Vorzeichen gibt es ja genug. Volker fliegt in den nächsten Tagen nach Hangzhou, wo er für die nächsten zwei Jahre an der Universität arbeiten wird.
Gestern waren wir beim Chinesen essen. Und woher stammt die Familie des Restaurantbesitzers? Aus Hangzhou! Wenn das kein Vorzeichen ist!

 

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