Tanzende Drachen

In China und Japan tanzen bei bestimmten Festen die Drachen. Einen ganz besonderen Drachentanz kann man in der japanischen Stadt Nagasaki erleben. Der Drachentanz 龍踊 – Ryuodori – wird auf dem Nagasaki Kunchi von der chinesisch stämmigen Bevölkerung aufgeführt. Das Kunchi, vermutlich abgeleitet von Kun für Neun, weil das Fest im neunten, dem Erntemonat statt findet, ist ein großes Fest am Suwa Schrein in Nagasaki. Bei dem Drachentanz versuchen drei Drachen eine große goldene Kugel zu verschlingen, was ihnen aber nicht gelingt.

Dieser Tanz ist eine folkloristische Darstellung der Vorstellung, dass der Mond mit dem Drachen zusammenhängt. Nach einer Vorstellung taucht der Drache – oder der Mond – aus der Tiefe des Wassers auf und wird langsam immer größer, bis er sich wieder nach unten wendet und verschindet. Der Drache ist also der Mond mit seinen wechselnden Erscheinungen.
Nach einer anderen Vorstellung verschlingt der Drache die große Perle, den Mond, der dadurch verschwindet. Nach einiger Zeit speit der Drache die Perle wieder aus und der Mond erschient erneut.
Auf dem Video kann man sehen, wie der Drache versucht, die (Mond-) Kugel zu erreichen.
Ein fanszinierendes Dokument einer alten Tradition, die heute noch lebendig ist.
Die Drachen tanzen während des Kunchi nicht nur auf dem Gelände des Shinto Schreines, sie ziehen auch durch die ganze Stadt und die Geschäftsviertel.
In diesem Film sieht man den Drachentanz noch ausführlicher. Nach einem kurzen Vorspann formieren sich die Drachentänzer.

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