Die Mysterien von Eleusis

In der nächsten Woche werde ich für die Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg im Nürnberger Katharinensaal einen Vortrag über die Mysterien von Eleusis halten.

Demeter_Trioptolemos und Persephone

Demeter Trioptolemos und Persephone


Nanu, wie kommt ein Teemeister, der gerade eben erst ein Konzert mit der japanischen Zen – Shakuhachi gespielt hat dazu, über griechische Mythen zu sprechen? Aber Martin Heidegger hat einmal geschrieben: Herkunft ist Zukunft. Tatsächlich habe ich mich früher intensiv mit dem griechischen Mythos befasst und die Mysterienkulte von Eleusis waren lange Jahre ein wichtiges Thema für mich. So ist es nur eine Rückkehr zu den Anfängen, auch zu den Anfängen unserer abendländischen Kultur. Nicht nur, weil es da eine Lebensmittelmarke Namens „Demeter“ gibt.
Denn spätestens seit der Goethe-Zeit ist das griechische Erbe nicht aus unserer Kultur weg zu denken. Das Ideal des „Humanismus“ ist am Studium der Griechen geformt, unser philosophisches Denken ist Griechisch. Erst heute beginnen wir, ein Gespräch mit dem fernen Osten. Aber das kann nur gelingen, wenn wir unsere eigenen Wurzeln kennen und verstanden haben.

In den eleusinischen Mysterien ging es um das Geheimnis von Leben und Tod und um die Überwindung der Angst vor dem Tod. Wer eingeweiht worden war, so das Versprechen, konnte auch im Reich der Toten ein leichteres Herz bewahren als die nicht Eingeweihten. Ein antiker Dichter schrieb:

Fahre nach Attika hin und schaue die Nächte der großen Demeter, wenn sie heilig die Weihen begehen:
Weihen, die hier schon im Leben dir lösen die Sorgen und später
Auch im verstorbenen Volk leichter dir machen das Herz.

Alle sind eingeladen, mit nach Eleusis zu kommen, wenigsten in Gedanken und Bildern.
Der Vortrag findet statt im Katharinensaal in Nürnberg am Mittwoch, 24.9. – 19.30 Uhr
Der Katharinensaal

Ach ja, die Wanderreise nach Griechenland im Oktober mit der NHG, bei der wir auch Eleusis und andere Mystereinorte in Arkadien besuchen werden ist ausgebucht!

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