Teeweg in der Presse

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Pressebericht aus Forchheim

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Setsubun – Frühlingsanfang

Heute am 3. Februar wird in Japan Setsubun gefeiert. Die Winterdämonen werden mit gerösteten Sojabohnen beworfen und das Glück gerufen:
Oni wa Soto, Fuku wa Uchi(鬼は外、福は内) – Dämonen hinaus, Glück herein
Nun wird der Winter gehen und endlich kommen wieder die ersten warmen Tage im Frühling, denn die Periode der „Großen Kälte“ des Daikan ist vorbei.

Hokusai Setsubun no Oni

Hokusai:
Austreiben der Winterdämonen an Setsubun


Nach dem alten Mondkalender war Setsubun nicht am 3. Februar, sondern am 3. Tag des zweiten Monats. Das wäre in diesem Jahr Anfang März. Aber mit der Übernahme des westlichen Kalenders es es nun der 3. Februar.
Setsubun ist wörtlich ein Abschnitt der Jahreszeiten. Der 3. Tag im zweiten Monat ist Risshun (立春), Beginn des Frühlings. Eigentlich war dieser Tag auch der letzte Tag des alten Jahres. Ab morgen gilt das neue Jahr.

Der Wechsel der Jahreszeit im Frühjahr ist immer schwierig. Durch die lange Kälte und die dunkle Zeit ist die Abwehkraft geschwächt und man ist anfällig für Erkältungskrankheiten. Heute habe ich eine mail ais Japan bekommen. Dort wird berichtet, dass eine heftige Grippewelle umgeht und viele Schulklassen geschlossen sind. Darum werden die Krankheit bringenden Dämonen des Winters – die Oni – ausgetrieben.

Überall im Land werden die Oni vertrieben und das Glück gerufen. Sehr vornehm geht es am Heian-Schrein in der alten Kaiserstadt Kyoto zu. Die Oni erscheinen im Schrein und singen und tanzen, bis sie von den Priestern mit Bohnen beworfen werden. Dabei tönen die lauten Rufe: „Fuku wa uchi – Oni wa soto!“ Schließlich wird der Winter mit einer Feuerzeremonie ausgetrieben, zu der die Priester des Schreines ihre Gesänge rezitieren. Danach werden die Zuschauer mit glückbringenden Mochi (Reiskuchen) beworfen.


Auf dem Land geht es etwas wenige vornehm zu als in der Kaiserstadt, aber auch hier treiben die Oni ihr Unwesen bis sie mit Bohnen beworfen und vertrieben werden.

Im alten Mibu-Dera, einem Tempel mitten in der Kaiserstadt Kyoto, der sonst für sein Mibu Kyogen einer uralten Form des Pantomime Theaters bekannt ist, vertreiben Yamabushi die Winterdämonen. Die Oni werden mit Pfelen beschossen, mit dem Schwert und riesigen Äxten „bekämpft“. Nun kann das neue Jahr kommen und Glück bringen.

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Schnee am Feuerberg

Schnee am Feuerberg
Bis Donnerstag waren wir noch am Feuerberg in Kärnten. In der Nacht hatte es heftig angefangen zu schneien. Der ganze Feuerberg versank im Schnee. Manche der Gäste diskutierten die ganze Zeit, wie sie denn wieder nach Hause kommen würden.
Aber für solche Gedanken war bei uns keine Zeit. In der Früh Morgenmeditation mit Carola, dann Unterricht in Teezeremonie und anschließend eine heiße Diskussion über Rilkes Duineser Elegien.
Dabei wurde mir wieder einmal klar, dass wir sehr viel mit unseren österreichischen Brüdern gemeinsam haben . mit Ausnahme der Sprache. Manchmal war es recht schwer, der Diskussion im Steirischen, Kärtner oder Wiener Dialekt zu folgen. Aber dann ist es doch so, dass wir alle die selben menschlichen Probleme haben und die Verständigung gin munter weiter.
Im nächsten Jahr im Juni gibt es dann eine ganze Woche Diskussionen über Rilke und besonders die Duineser Elegien.

Die Heimfahrt war dann auch ganz entspannt. Auf der gesamten steilen Passstrasse für das Räumfahrzeug vor uns her. Und auf der Nordseite der Alpen erwartete uns das schönste Sonnenwetter. Nur in Franken schüttete es aus vollen Kübeln.
Aber heut werden trotzdem die Drachen singen. Denn heute Abend haben wird das Konzert des „Drachengesanges“
im Myoshinan.
Am kommenden Freitag dann geht es schon wieder nach Japan. Dort werden wir nicht nur mit dem Zenmeister im Ichoken Tempel Shakuhachi spielen. Vielleicht können wir dann ja auch in den Plantagen frische Mandarinen ernten.

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Goldener Wind und Drachengesang

Der Zenmeister vom Wolkentorberg, den die Japaner Un-mon nennen, wurde einst von seinem Schüler gefragt:
Was ist, wenn die Bäume welken und die Blätter fallen?
Un-Mon antwortete: Der goldene Wind läßt das wahre Wesen erscheinen!

Ein anderer Mönch fragte seinen Meister:
Was ist der wahre WEG?
Antwort: Koboku Ryugin – in kahlen Bäumen Drachengesang.

Der Drachengesang gehört nicht in die Welt der fünf Töne. Der Gesang der Drachen ist das Blut des Lebens, das überall fließt. Es ist die Lebenskraft, die selbst in kahlen Bäumen sichtbar wird.
Es sind die Wolken, die aufsteigen und Regen und neues Leben bringen. Es ist der Gesang des Lebens und der Freude!
Ein Mönch fragte seinen Meister:
Gibt es denn einen einzigen Menschen, der den Gesang der Drachen hören kann?
Der Meister antwortete: Auf der ganzen Welt gibt es nicht einen einzigen Menschen, der den Gesang NICHT hören kann!

Goldener Herbstwind!
Tonloser Drachengesang
im trockenen Holz.


Wir sind im Myoshinan heftig am arbeiten.

Die Meditationshalle ist neu gestaltet worden.
Davor haben wir eine Pergola gebaut.
Und in der letzten Woche haben wir mit einem kleinen japanischen Garten vor der Halle begonnen.
Das Tsukubai , ein kleiner Bachlauf und ein Miniteich sind entstanden. Es fehlt noch der Kies und einige Arbeiten an der Pflanzung.

Nun muss alles noch einwachsen.
Aber dazu haben die Pflanzen ja den ganzen Winter über Zeit genug.

TERMINE

Konzert: Goldener Wind
Gruppe Drachengesang (Gerhardt Staufenbiel, Rainer Rabus, Winfried Lernet)
Japanisches Teehaus Myoshinan
Samstag 22. Oktober 2016
Beginn 19.00 Uhr
Karten im Vorverkauf:  Drachengesang Vorverkauf

Seminar am Feuerberg
Am Feuerberg gibt es in diesem Jahr zum zweiten mal eine Woche mit Teezeremonie, Shakuhachi und philosophischen Gesprächen. 
Sonntag, 16. Oktober 2016 bis Donnerstag 20.10.2016

Spirit am Berg

Teeweg am Benediktushof
Seminar mit Übungen des Teeweges am Benediktushof. Anmeldung am Benediktushof.

Teeweg in Sachsen – Anhalt
17. Dezember
Anfragen an Myoshinan

Japanreise 2017
In den Osterferien 2017 werden wir wieder eine Reise nach Japan durchführen. Anmeldung spätestens im Dezember.

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Pergola – Pergola

Am letzten Wochenende haben wir bei einer Temperatur von 30 Grad im Schatten vor der Halle eine Pergola gebaut.

Bei der ArbeitDie neue PergolaDer Hund beim Bau der Pergola

Das ist die Vorbereitung zum Konzert zum Meigetsu, dem „Namen-Mond“ am 18. September.
Lied unter dem Septembermond
Aber in der nächsten Zukunft werden wir noch einen Holzboden einfügen und vor der Pergola einen „japanischen Garten“ anlegen. Trittsteine werden im Kies verlegt und eine Bepflanzung kommt noch hinzu. Das Tsukubai ist schon bestellt. Demnächst bauen wir eine Holzlaterne im japanischen Stil.

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