Komuso Shakuhachi

Im Augenblick entsteht hier im Myoshinan eine Sammlung von Stücken der Komuso Mönche mit der Zen – Shakuhachi.
Hoffentlich wird eine CD draus.
Aber demnächst kann man die Stücke auch einzeln im Shop als mp3 oder im besseren Format als .aiff auf Myoshinan.com kaufen.

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Der mit dem Tee tanzt



Kürzlich war ein Journalist mit Fotografin hier im Teehaus. Ich habe für die Beiden Tee bereitet und wir haben ein paar Stunden geplaudert.
Jetzt ist ein Artikel über den Teeweg erschienen. Mich freut es, dass die beiden die Teezeremonie wie einen Tanz erlebt haben.
Genau das ist das Wesen des Teeweges: Man hört auf zu denken. Bewegung und Atmung werden ein Fluss und alles bildet eine Melodie, zu der Hände und Körper tanzen. Es ist wie es Zhuangzi in der Geschichte von Koch Ding schreibt: Das Zerlegen des Ochsen wird ein Tanz.

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Teeweg in der Presse

nn-forchheim

Pressebericht aus Forchheim

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Setsubun – Frühlingsanfang

Heute am 3. Februar wird in Japan Setsubun gefeiert. Die Winterdämonen werden mit gerösteten Sojabohnen beworfen und das Glück gerufen:
Oni wa Soto, Fuku wa Uchi(鬼は外、福は内) – Dämonen hinaus, Glück herein
Nun wird der Winter gehen und endlich kommen wieder die ersten warmen Tage im Frühling, denn die Periode der „Großen Kälte“ des Daikan ist vorbei.

Hokusai Setsubun no Oni

Hokusai:
Austreiben der Winterdämonen an Setsubun


Nach dem alten Mondkalender war Setsubun nicht am 3. Februar, sondern am 3. Tag des zweiten Monats. Das wäre in diesem Jahr Anfang März. Aber mit der Übernahme des westlichen Kalenders es es nun der 3. Februar.
Setsubun ist wörtlich ein Abschnitt der Jahreszeiten. Der 3. Tag im zweiten Monat ist Risshun (立春), Beginn des Frühlings. Eigentlich war dieser Tag auch der letzte Tag des alten Jahres. Ab morgen gilt das neue Jahr.

Der Wechsel der Jahreszeit im Frühjahr ist immer schwierig. Durch die lange Kälte und die dunkle Zeit ist die Abwehkraft geschwächt und man ist anfällig für Erkältungskrankheiten. Heute habe ich eine mail ais Japan bekommen. Dort wird berichtet, dass eine heftige Grippewelle umgeht und viele Schulklassen geschlossen sind. Darum werden die Krankheit bringenden Dämonen des Winters – die Oni – ausgetrieben.

Überall im Land werden die Oni vertrieben und das Glück gerufen. Sehr vornehm geht es am Heian-Schrein in der alten Kaiserstadt Kyoto zu. Die Oni erscheinen im Schrein und singen und tanzen, bis sie von den Priestern mit Bohnen beworfen werden. Dabei tönen die lauten Rufe: „Fuku wa uchi – Oni wa soto!“ Schließlich wird der Winter mit einer Feuerzeremonie ausgetrieben, zu der die Priester des Schreines ihre Gesänge rezitieren. Danach werden die Zuschauer mit glückbringenden Mochi (Reiskuchen) beworfen.


Auf dem Land geht es etwas wenige vornehm zu als in der Kaiserstadt, aber auch hier treiben die Oni ihr Unwesen bis sie mit Bohnen beworfen und vertrieben werden.

Im alten Mibu-Dera, einem Tempel mitten in der Kaiserstadt Kyoto, der sonst für sein Mibu Kyogen einer uralten Form des Pantomime Theaters bekannt ist, vertreiben Yamabushi die Winterdämonen. Die Oni werden mit Pfelen beschossen, mit dem Schwert und riesigen Äxten „bekämpft“. Nun kann das neue Jahr kommen und Glück bringen.

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Schnee am Feuerberg

Schnee am Feuerberg
Bis Donnerstag waren wir noch am Feuerberg in Kärnten. In der Nacht hatte es heftig angefangen zu schneien. Der ganze Feuerberg versank im Schnee. Manche der Gäste diskutierten die ganze Zeit, wie sie denn wieder nach Hause kommen würden.
Aber für solche Gedanken war bei uns keine Zeit. In der Früh Morgenmeditation mit Carola, dann Unterricht in Teezeremonie und anschließend eine heiße Diskussion über Rilkes Duineser Elegien.
Dabei wurde mir wieder einmal klar, dass wir sehr viel mit unseren österreichischen Brüdern gemeinsam haben . mit Ausnahme der Sprache. Manchmal war es recht schwer, der Diskussion im Steirischen, Kärtner oder Wiener Dialekt zu folgen. Aber dann ist es doch so, dass wir alle die selben menschlichen Probleme haben und die Verständigung gin munter weiter.
Im nächsten Jahr im Juni gibt es dann eine ganze Woche Diskussionen über Rilke und besonders die Duineser Elegien.

Die Heimfahrt war dann auch ganz entspannt. Auf der gesamten steilen Passstrasse für das Räumfahrzeug vor uns her. Und auf der Nordseite der Alpen erwartete uns das schönste Sonnenwetter. Nur in Franken schüttete es aus vollen Kübeln.
Aber heut werden trotzdem die Drachen singen. Denn heute Abend haben wird das Konzert des „Drachengesanges“
im Myoshinan.
Am kommenden Freitag dann geht es schon wieder nach Japan. Dort werden wir nicht nur mit dem Zenmeister im Ichoken Tempel Shakuhachi spielen. Vielleicht können wir dann ja auch in den Plantagen frische Mandarinen ernten.

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