Japan zur Zeit der Kirschblüte – April 2016

Sakura – Kirschblüte

Im Frühjahr 2016 findet wieder eine Reise nach Japan mit einer kleinen Reisegruppe statt.

Maiko - Die Geisha in Kyoto

Maiko – Die Geisha in Kyoto


Wir werden unseren Hauptstandort wieder in der alten Kaiserstadt Kyoto haben, aber von dort aus immer wieder für mehrere Tage Ausflüge in das ganze Land unternehmen. Unterkünfte werden wieder wie auch bei den letzten Reisen in den traditionellen Ryokan sein.
Geplant sind die Besuche von Tempeln, Schreinen und Gärten in Kyoto, Ausflüge und kleine Wanderungen in die Umgebung und ein mehrtägiger Aufenthalt in Nara, der ersten Kaiserstadt Japans.
Hochzeit unter Kirschblüten

Hochzeit unter Kirschblüten

Bitt umgehen um Anmeldung!
In Kyoto müssen die Unterkünfte sehr erfahrungsgemäß sehr frühzeitig gebucht werden. Im Frühjahr und im Herbst sind die Unterkünfte in Kyoto meistens vollkommen ausgebucht. Wir haben noch ein paar Zimmer reserviert, die müssen aber spätestens Anfang Februar zurück gegeben werden.

Die Anmeldung verbindlich, weil wir Flüge mit Frühbucherrabatt buchen. Die Flüge werden später wesentlich teurer.

Es liegen schon viele Anmeldungen vor und es sind nur noch wenige Plätze frei!
Deshalb bitte baldigst anmelden! Die Gruppenstärke sollte 10 Teilnehmer nicht überschreiten!

Die Zimmer in Kyoto und in Nara sind reserviert.

Flugtermine:
Abflug 8. April 2016
Rückflug 22. April 2016

Auskunft und Anmeldung unter mail: staufenbiel@teeweg.de

Nachtrag:
Leider sind keine Anmeldungen mehr möglich. Die Reise ist ausgebucht.
Anfragen für Reisen im nächsten Jahr sind jedoch noch möglich.

Die Tücken der Technik

Heute habe ich auf diesem Blog nach einem alten Beitrag gesucht. Irgendwie war er in den Tiefen des Internets verschwunden.
Aber die verschwundenen Beiträge habe ich dann in der Datenbank auf dem Server gefunden. Aus unerfindlichen Gründen waren sie in den Trash-Ordner geraten und dort als Entwürfe gespeichert.
Was im richtigen Leben leider nicht möglich ist:ich konnte alle Beiträge wiederbeleben.
Sie stehen also jetzt alle wieder zur Verfügung.
Eine ganze Reihe von Beiträgen über Basho oder über Hölderlin waren davon betroffen. Jetzt kann man wieder schmökern und suchen!

Viel Spass beim Wieder-entdecken.

Shakuhachi in China

Wir waren einige Tage zu Gast im Yaoshan Tempel in der Provinz Hunan. Dort haben wir mit Meister Mingying diskutiert, Gedanken ausgetauscht und sind mit ihm in den Bergen gewandert.
Der Yaoshan Tempel ist sehr alt und wird ausführlich in der alten Zenschrift von der smaragdenen Felswand, dem Bi-Yän-Li oder japanisch Hekiganroku erwähnt. Während der Kulturrevolution wurde er vollkommen zerstört. Nur noch ein einziger Stein mit einer Inschrift erinnert an die alten Zeiten des Tempels. Meister Mingying und seine Mönche sammeln Geld und werden den Tempel in den nächsten Jahren wieder so aufbauen wie er einmal gewesen ist. Schon im April 2016 wird in den Bergen in einem Bambuswald ein neues Meditationszentrum fertig werden.
Dort gibt es bereits jetzt einen modernen Saal, in dem ich einen Vortrag gehalten und ein wenig Shakuhachi gespielt habe. Zusammen mit Michael haben wir dann auch eine Teezeremonie vorgeführt. Es waren Besucher aus der Stadt aber sogar auch aus dem weiten Peking angereist.

Ein junger Mönch war ganz besonders von der Shakuhachi begeistert. Er spielt sehr schön eine chinesische Flöte

Flöte im Yaoshan

Im Yaoshan Tempel / Hunan – China

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Beim Tee saßen wir zusammen und Michael tauschte seine Shakuhachi mit der Flöte des jungen Mönches und beide versuchten dem fremden Instrument Töne zu entlocken.

Flötenkonzert im Yaoshan Tempel - Hunan - China

Flötenkonzert im Yaoshan Tempel – Hunan – China

Aber die Shakuhachi kommt zwar ursprünglich aus China, aber vermutlich kann sie sich daran nicht mehr erinnern. Denn so sehr sich der junge Mönch auch bemühte, es kam kein Ton!

Die Shakuhachi schweigt!

Die Shakuhachi schweigt!

Nach vielen Versuchen kam dann doch noch der eine oder andere Ton. Der junge Mönch ist so fasziniert von der Shakuhachi, dass er unbedingt das Instrument erlernen will. Ich werde ihm eine Shakuhachi bauen müssen und als Geschenk nach China schicken. Unterricht kann man dann ja mit modernen Mitteln machen. So gibt es in China das Portal „WeChat“ (Facebook oder WhatsApp sind dort zensiert und nicht zugänglich!).
Mal sehen was daraus wird. Vielleicht übernimmt ja jemand die ‚Patenschaft‘ für den jungen Mönch und seine neue Shakuhachi?

Das Neue Jahr

Wir hatten das Alte Jahr mit einem festlichen Essen, einer sehr meditativen Teezeremonie und anschließender Meditation verabschiedet.
Das Neue Jahr wurde mit Feuerwerk und einhundertundacht Schlägen auf dem Gong und der Rezitation des Hannya Shingyo begrüßt.
Nun sind die Gäste gegangen und ich gehe im frühen Morgennebel in den Wald. Auf der Wiese vor dem Haus stehen still die kahlen Zwetschenbäume:

Einsame Bäume
stehn still im Morgennebel
am Neujahrsmorgen.

Die Hügel in der Ferne sind fast im Nebel verschwunden. Es wirkt, als würden sie ein Geheimnis hüten. Oder sind sie nur ein Traum?

Dunstige Wolken
Verbergen ferne Berge
Am Neujahrsmorgen.

Dunstige Wolken
Verbergen ferne Berge,
bringen neues Glück.

Das neue Jahr hat gerade begonnen. Am frühen Morgen sitze ich still in der dunklen Geborgenheit des Teeraums. Da – vor dem Fenster: Blüht dort draußen der Kirschbaum aus meiner Kindheit? Ach – in der Nacht ist überraschend Schnee gefallen.

Die alte Kiefer
mit Blüten aus weißem Schnee –
Wo ist mein Kirschbaum?

Das ganze Land ist weiß. Immer noch fällt leise der Schnee.
Die fernen Hügel sind verheißungsvoll mit Weiß verhangen.
Wie dunkle Schatten verstecken sich die Wälder im weißen Schleier.
Der Kirschbaum blüht immer noch nicht.

Die alte Kiefer!
Sind es Blüten die sie treibt?
Ach – es ist nur Schnee!

Erster Wintertag!
Einsame Schritte im Schnee
führen zum Teehaus.

Alt und Neu

Einst und jetzt

Einst und jetzt in China


Shanghai. Vor nicht allzu langer Zeit ein kleines Fischerdorf, heute eine Metropole mit über 14 Millionen Einwohnern. Fast ein fünftel der Einwohner im gesamten Deutschland. Kein Wunder, dass der bronzene Shishi misstrauisch und erstaunt auf den Partner aus der neuen Zeit schaut.
Wir reiben uns nach unserer Rückkehr aus China auch immer noch verwundert die Augen. War das ein Traum oder Wirklichkeit?

Aber jetzt ist das Neue Jahr angebrochen und wir versuchen wieder, in der heutigen Wirklichkeit anzukommen. Jetzt und Hier!