Forum Haiku


Am Wochenende haben wir uns im Benediktushof getroffen zu einem Hai-Kai, einer Versammlung von Menschen, die gemeinsam über Haiku diskutieren, verschiedene Situationen gemeinsam erleben und darüber Haiku schreiben. Wir haben beschlossen, unsere Haiku zu veröffentlichen und gemeinsam weiter am Schreiben von Haiku zu arbeiten. Vielleicht entsteht so ein Haiku Tagebuch, denn wir wollen nur Haiku aus einer konkreten Situation heraus verfassen.
Jeder ist eingeladen, an diesem Haikukreis teilzunehmen und mit zu schreiben. Allerdings ist eine Anmeldung erforderlich, damit Spam-Einträge vermieden werden können.


Wir schreiben Haiku
mit fünf – sieben – fünf – Silben.
Alle gemeinsam!

Damit die Haiku nicht so primitiv bleiben wie dieses Starthaiku, lasst uns beginnen, gemeinsam Haiku zu verfassen und zu diskutieren, was besser werden kann.
Lasst uns beginnen!
Das Forum findet Ihr unter Forum Haiku oder über das Menu unter Dichtung und Philosophie / Basho und Haiku / Forum Haiku.
Lasst uns gemeinsam viel Freude haben beim verfassen von Haiku!


Haiku und Zen


Morgen beginnt das Seminar Haiku und Zen im Benediktushof. Es existiert eine lange Warteliste. Offenbar spricht das Thema die Menschen an. Immer, wenn ich in den Klosterhof einfahre, komme ich am Brückenheiligen vorbei, der über der Brücke aus Sandstein über den guten Weg wacht:

Brückenheiliger
Wacht über dem kleinen Bach.
Wohin führt MEIN Weg?

Zur Vorbereitung sitze ich hier und übe, kleine Haiku zu schreiben.

Es sind heiße Juli-Tage. Die letzten Kirschen sind gepflückt und schon ernten die Bauern die goldgelben Felder ab. Den ganzen Tag wird das reife Korn in den Silo geblasen. Mit gelben Stoppeln leuchten die abgeernteten Felder und die riesigen Strohballen warten darauf, dass der Bauer sie in die Scheune fährt. Noch ist es heißer Sommer, aber in der Morgenfrühe weht der Wind schon frisch und lässt mich erschauern. Ach, bald kommt der Herbst!

Die gelben Felder
warm in der Abendsonne.
Ach! Bald kommt der Herbst.

Frischer Morgenwind
über den gelben Feldern
lässt mich erschauern!

Haiku und Zen


Aus Versehen ist im Onlinekatalog des Benediktushof ein falscher Ausschreibungstext zu dem Kurs „Haiku und Zen“ gelandet. Witzigerweise ist der Text von Axel Zeman dort gelandet, der mein Teeschüler ist. Aber Sunmudo ist Kampfkunst, Haiku ist Lyrik!
Hier der richtige Text:

Haiku und Zen – ein Weg zur Achtsamkeit.

Der japanische Dichter Basho formte im 17. Jahrhundert aus der alten Form der Renga Dichtung die Kurzform des Haiku, ein Ausdruck des Zengeistes. Traditionell sind Haiku Naturgedichte: der Sprung eines Frosches, die bunte Sommerwiese, das fallende Blatt, der erste Schnee, die blinkenden Sterne.
Ein Haiku ist immer konkret. Es gibt einen Augenblick wieder, der mit den Sinnen wahrgenommen wurde und teilt diesen mit dem Leser, ohne ihn zu kommentieren. Erst der Leser vollendet das Gedicht, indem er seine Gefühle und Assoziationen dazu entfaltet. Ein Haiku zu verfassen heißt, eine Knospe hervorzubringen; ein Haiku zu lesen bedeutet, die Knospe zur Blüte zu entfalten.
Um ein Haiku zu finden, ist eine Haltung der Achtsamkeit erforderlich, mit der die Natur und der Augenblick wahrgenommen und in eine literarische Form gebracht wird.
Ein Haiku muss nicht das Werk eines einzelnen Schreibers sein. Das gemeinsame Schreiben, Prüfen, Ändern und wieder Vortragen ist eine intensive Form, die Natur und den Augenblick zu erleben und im Gedicht zu fassen.

Im Kurs lernen wir ausgewählte Beispiele von Haiku aus der japanischen Tradition kennen. Gemeinsam werden wir versuchen, erste Schritte im Schreiben von Haiku zu gehen und gemeinsam an den Haiku zu arbeiten.
Um unsere Wahrnehmung zu schulen, werden wir regelmäßig im Stil des Zen meditieren, mit Klängen, Obertongesängen und Rezitationen arbeiten und bei Spaziergängen allein oder in der Gruppe Haiku schreiben, hören und verändern. Dazu sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Jeder kann aus der Stille und dem Augenblick angeregt von der Gruppe Haiku verfassen.
Wer will kann einen Skizzenblock oder einen Fotoapparat mitbringen, um die Haiku auch bildhaft zu gestalten.

Der Kurs im Benediktushof:
Haiku und Zen im Benediktushof

Nachtrag:
Inzwischen steht dort der richtige Text!


Ausbau eines Schwimmbades zur Meditationshalle

Endlich ist es soweit!

Am Freitag, den 11.07. 2014 beginnen wir mit dem Ausbau des ehemaligen Schwimmbades zur Meditations- und Veranstaltungshalle.
Jede Form von Mithilfe ist willkommen.
Angeleitet wird die Arbeit vom Schreinermeister Kraler, der auch Zen-Priester ist.
Wir brauchen aber auch helfende Hände zum Material tragen, putzen, malern, Wasser anschließen usw. usw. Es sind also sowohl handwerklich Begabte als auch Helfer für Handreichungen willkommen.

An den Abenden feiern wir dann gemeinsam die Resultate unserer Arbeit mit Grillen, Musizieren, Meditieren.

Wer helfen will und kann melde sich bitte bei mir. Auch Freunde, die Lust an solcher Arbeit haben, sind herzlich willkommen.
Die ersten 10 Helfer bekommen eine spezielle Teezeremonie!
Gerhardt Staufenbiel
Myoshinan Chadojo