Japan zur Zeit der Kirschblüte

Sakura – Kirschblüte

Im Frühjahr 2013 ist wieder eine Reise nach Japan mit einer kleinen Reisegruppe geplant.

Maiko - Die Geisha in Kyoto

Maiko – Die Geisha in Kyoto


Wir werden unseren Hauptstandort wieder in der alten Kaiserstadt Kyoto haben, aber von dort aus immer wieder für mehrere Tage Ausflüge in das ganze Land unternehmen. Unterkünfte werden wieder wie auch bei den letzten Reisen in den traditionellen Ryokan sein.
Geplant sind Ausflüge in die Berge nach Takayama, einer Stadt, deren alter Ortskern bis heute erhalten ist, nach nach Kurashiki, der Stadt mit vielen alten Kura – „Schatzhäusern“ entlang alter Kanäle, nach Miyajima, der Tempelinsel mit dem berühmten Torii mitten im Meer, nach Hagi, der Samurai- und Keramikerstadt. nach Izumo mit dem ältesten Shintoschrein Japans, auf den heiligen Berg Koyasan etc.

Hochzeit unter Kirschblüten

Hochzeit unter Kirschblüten

Bitte frühzeitige Anmeldung!
Die Zeit der Kirschblüte ist eine Hauptreisezeit in Japan. In Kyoto müssen die Unterkünfte sehr erfahrungsgemäß sehr frühzeitig gebucht werden. Im Frühjahr und im Herbst sind die Unterkünfte in Kyoto meistens vollkommen ausgebucht.

Die Anmeldung ist zunächst unverbindlich, damit wir rechtzeitig planen können, aber etwa September 2012 müssen wir die Anmeldung schließen.

NACHTRAG vom 17.06.:

Es liegen schon viele Anmeldungen vor und es sind nur noch wenige Plätze frei!
Deshalb bitte baldigst anmelden! Die Gruppenstärke sollte 10 Teilnehmer nicht überschreiten!

Die Zimmer in Kyoto sind schon reserviert.

Drachen – Broschüre

Broschüre: Drachen in China, Japan und Nürnberg

Broschüre Probeseite:  Drachen in China, Japan und Nürnberg

Das Naturhistorische Museum Nürnberg, Abteilung Völkerkunde hat zur Drachenausstellung eine kleine Broschüre herausgegeben.
Die Texte und Fotos von  Drachen in China und Japan aus der Ausstellung stammen von Gerhardt Staufenbiel. Werner Feist, der Kurator der völkerkundlichen Sammlungen hat Drachen in Nürnberg fotografiert und Texte dazu geschrieben.
Die Broschüre hat 31 Seiten und kostet 3,- Euro. Sie kann im Museum in der Nürnberger Norishalle oder hier über das Internet bestellt werden. Versandkosten: pauschal 1,50€.


Menge




Wenn der schwarze Drache trommelt – …

Gestern war die Eröffnung der Drachenausstellung in der Norishalle Nürnberg.

Es waren überraschend viele Gäste gekommen und das Wetter schien gut zu bleiben, zumal die Trommelgruppe Koku-Ryu Wadaiko draussen im Innenhof unter freiem Himmel spielen sollte.

Mari Ohara aus Japan stellte die Truppe vor. Früher wurden die Trommeln unter anderem geschlagen, um bei Dürre Regen zu erbitten. So hieß denn auch eines der Stücke: „Shinotsuku Ame“ – Strömender Regen. Wir sind ja nicht mehr abergläubische und mit Trommeln Regen machen? – Niemals, jedenfalls nicht in unserer aufgeklärten Zeit. Aber was soll ich sagen: Kaum schwiegen die Trommeln, als sich auch schon dichte Wolken zusammen zogen und wir fluchtartig vor dem plötzlichen Regn ins Trockene flüchten müssen. Also scheint doch ein ganzes Stück Wahrheit in den alten Geschichten geborgen zu sein.

Als Stellvertreter von OB Maly  war der aus Griechenland stammende Stadtrat Theodoros Agathagelidis gekommen. Auf dem Heimweg erzählte er einer Teilnehmerin der Eröffnungsveranstaltung von den Drachen in Griechenland. Da wollte ich aber schon mehr von ihm wissen. Heute früh habe ich ihn angerufen, weil ich dachte, er hätte über Drachen im neugriechischen Volkstum gesprochen. Aber Herr Agathagelidis ist klassisch gebildet. Er hatte von den Drachen im Mythos erzählt. Da kenne ich mich ja dann doch sehr gut aus, denn ich habe in einem früheren Leben jahrelang über den griechischen Mythos geforscht. Ich hoffe, es wird noch eine Reihe von guten Gesprächen mit ihm über die Drachen in Griechenland geben. Aber dann muss ich wohl doch das Kapitel über die abendländischen Drachen erheblich erweitern.

Zum Beispiel wird zu erzählen sein, wie der Drache Ladon die goldenen Äpfel am Baum der Hera im Garten der Hesperiden beschützt. Eigentlich ein guter Drache!
Oder ist er nicht etwa doch mit der Drachenschlange verwand, die Adams zweiter Frau Eva den Apfel gibt? Adams zweiter Frau? Ja, da sind schon noch eine ganze Menge von Überraschungen zu erwarten!

Schon wieder wird das Buch noch dicker werden!

Drachen geistern in Nürnberg

Wenn „geistern“ von dem Wort „be-geistern“ kommt, dann gebe ich Herrn Voigt von den Nürnberger Nachrichten Recht mit dem Titel seines Zeitungsartikels. Hier der Text:

Jörg Eberle sammelt Darstellungen der chinesischen und japanischen Fabelwesen, die in ihrem Kulturkreis positive Bedeutung haben

VON HARTMUT VOIGT

Drachen auf Papierrollen, Seidenstoffen und Porzellanvasen: Die Naturhistorische Gesellschaft (NHG) widmet den filigranen Darstellungen aus China und Japan eine interessante Sonderschau im Foyer der Norishalle.
Gleich zu Beginn wird ein wesentlicher Unterschied zwischen westlicher und asiatischer Kultur deutlich: In Europa haben Drachen ein absolut negatives Image. Der heilige Georg ist in der christlichen Bilderwelt immer als Drachentöter dargestellt, in Albrecht Dürers Apokalypse stößt ein Engel einen bösartigen Drachen mit einem Speer in die Tiefe.
Ganz anders empfinden Chinesen und Japaner: Nach ihrem Verständnis ist der Drache ein Glücksbringer. Es sind ihre ältesten, mächtigsten und beliebtesten Fabelwesen. Der chinesische Kaiser sah sich selbst als Drache und der japanische Tenno reklamierte ebenfalls ein derartiges Fabeltier für seine Ahnenreihe. Und schließlich feiert der chinesische Jahreskreis 2012 als „Jahr des Wasserdrachens“, das nur alle 60 Jahre begangen wird.

Reisen nach Japan

Der Nürnberger Sammler Jörg Eberle beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit asiatischer Kunst – und somit auch mit den unterschiedlichsten Formen von Drachenbildnissen. Die erste handgeschöpfte Papierrolle erwarb der Nürnberger 1970 in einem Geschäft für Kunsthandwerk in Japan. Seither ließen ihn die mythologischen Mischwesen nicht mehr los. Sechs weitere Reisen nach Nippon folgten und immer war auf der Rückreise mindestens ein weiterer Drache in seinem Gepäck.

Die Sammelfreude wuchs permanent: Zu feinen, kalligrafischen Rollen kamen wertvolle Seidengewänder, ungewöhnliche Vasen, Samuraischwerter und farbenprächtige Kimonos – natürlich alle mit Drachenmotiven versehen. Neben den Reisesouvenirs wurde Eberle auch in hiesigen Trödelgeschäften und vor allem bei Versteigerungen im Internet fündig.
Mittlerweile hat es der gelernte Bankkaufmann auf einen ansehnlichen Fundus gebracht. „Schauen Sie nur, wie schwungvoll und elegant die abstrakte Form eines Drachens auf dieser Rolle wirkt“, schwärmt der 68-Jährige begeistert. Das Gedicht mit den verschnörkelten Schriftzeichen kann er allerdings nicht lesen. „Und auch die Spezialisten des japanischen Instituts in Erlangen haben sich geweigert, weil es einfach zu schwierig ist“, erzählt Eberle. Er erfreut sich einfach an der Optik, an der schwungvollen Darstellung und der perfekten Gestaltung der Papierrolle.

Mit Gerhardt Staufenbiel, der sich seit vier Jahrzehnten intensiv mit der japanischen Teezeremonie beschäftigt, hat Eberle seine Bestände gesichtet und etwa 200 Gegenstände in die Schau eingebracht. Ob die Abbildung eines Kannon-Buddhas tatsächlich aus dem frühen 17. Jahrhundert stammt? Mit Sicherheit will das der Drachenbegeisterte nicht behaupten: „Aber wenn die Qualität stimmt, dann ist es in Ordnung.“

Besonders das Perlen-Motiv auf vielen Drachenbildern fasziniert Eberle. „Im chinesischen Daoismus steht die Perle für Lebensenergie, die man in sich selbst wecken kann“, sagt Staufenbiel, „im Buddhismus spricht man von der Perle der Wunscherfüllung. Wer sie besitzt, hat keine Wünsche mehr und ist frei von Leiden – wie Buddha selbst.“

Wunschlos glücklich

Wunschlos glücklich dürfte auch Jörg Eberle sein, wenn er seine Schätze genauer betrachtet. Ein Altartuch ist aus feinsten Papierfäden gefertigt, die mit Blattgold umwickelt sind. Es soll angeblich aus dem chinesischen Kaiserhof des 18. Jahrhunderts stammen und wurde wohl für daoistische Zeremonien benutzt.
Wer die fremdartige Welt von Symbolen und Darstellungen nicht kennt, kann sich trotzdem an der Gestaltung und Farbenpracht freuen. Die Ausstellung spannt außerdem den Bogen von Asien nach Zentraleuropa: Die Naturhistorische Gesellschaft hat die Schau mit Fotos von Drachendarstellungen aus Nürnberger Kirchen und Museen ergänzt.

Auf dem Bild zeigt Jörg Eberle  ein prunkvolles Gewand, das vom chinesischen Kaiserhof stammen soll. Am Altartuch (unten) ist deutlich ein Drache zu erkennen. Fotos: Hippel

Mit Tusche malen
Die Sonderausstellung „Drachen aus China, Japan und Nürnberg“ ist bis 25. November im Foyer der Norishalle, Marientor-graben 8, zu sehen.
Die Naturhistorische Gesellschaft bietet an einigen Sonntagen – so am 22. und 29. Juli sowie 9. und 30. September jeweils um 14 Uhr – Führungen an.
Bei einem Kurs in chinesischer Kalligrafie kann man am Sonntag, 22. Juli, ab 14Uhr den Um
gang mit Tusche und Pinsel üben.
Geschichten zu Drachen, begleitet von japanischer Flötenmusik (und der chinesischen Gouzheng, einer alten Bodenzither / g.s.), gibt es am 7. Oktober, um 15 Uhr.Ein „Drachen“-Heft vermittelt Grundbegriffe.

Die Norishalle, Marientorgraben 8, ist täglich außer samstags von 10 bis 17 Uhr, freitags bis 21 Uhr geöffnet.