Die Drachen kommen!


Endlich ist es soweit. Nach fast einem Jahr Vorbereitung startet unsere Ausstellung zum Jahr des Drachen am Sonntag den 8.7.2010 in Nürnberger Naturhistorischen Museum in der Norishalle.
Die Vernissage beginnt um 10.30 Uhr mit der Trommelgruppe Koku-ryu (Schwarzer Drache) aus München. Während der Dauer der Ausstellung finden immer wieder Führungen und Sonderveranstaltungen statt. Wer Interesse an einer Führung für Gruppen hat, kann sich entweder an das Museum oder direkt an das Myōshinan wenden. Ich werde die Führungen zusammen mit Jörg Eberle machen, der die Sammlung zusammengetragen hat.

Zu sehen sein werden unter anderem:

  • Kalligrafien und Bilderrollen
  • Kleidung vom chinesischen Kaiserhof
  • Japanische Kleidung mit Drachenmotiven
  • Figuren und diverse Objekte
  • chinesische, Tibetische und Mongolische Teppiche mit Drachenmotiven
  • u.v.m.

Einige Beispiele aus der Sammlung sind ja schon hier im Blog vorgestellt worden.
Dazu kommen noch eine ganze Reihe von Bilder von Drachen in Nürnberg, unter anderem von Albrecht Dürer etc. Natürlich hier nur Fotografien!
(nicht einmal das Germanische Nationalmuseum kann das Original von Dürers Selbstporträit ausstellen!)

Nihon-Matsuri und der Schwarze Drache Koku-Ryu

Gerade ist wieder einmal ein Japanfest vorüber. Es war das dritte Japanfest in Eschenau, das die Bonsaifreunde, das Myoshinan und viele Vereine und Helfer gestaltet haben. Und kein Matsuri in Japan ohne Trommeln!
In diesem Jahr hatten wir die große Freude, eine Gruppe Japanischer Trommler begrüßen zu dürfen. Die Trommelgruppe, die den Namen Scharzer Drache – Kuku Ryu führt, war aus München zu uns gekommen.

Kokuryu Daiko

Kokuryu Daiko


Kokuryu Daiko

Kokuryu Daiko

Die Gruppe ist zwar noch recht neu, aber ihre Darbietung war auf dem höchsten Niveau. Die gesamte Halle dröhnte und begeistert meinte jemand aus dem Publikum: Da spürt man noch die schmanistischen Wurzeln der Trommel!“
In Japan sagte man früher, dass die Ortsgrenzen so weit reichen, wie man den Klang der Trommeln hören kann. Aber man hört sie nicht nur, man spürt sie in jeder Zelle des Körpers. Die Erde dröhnt wie ein Trommelfell und man schwingt mit im Rhythus der Musik.
Nach ihrem kleinen Konzert, immerhin sind die Trommeln zweimal aufgetreten – wenn es nach den Zuhörern gegangen wäre, hätten sie den ganzen Tag spielen können – gab es sogar noch einen Workshop. Eigentlich dachte ich, das kann nicht gehen, weil ja die Neulinge noch keine Erfahrungen mit Trommeln hatten. Aber nach einer kurzen Erklärung über die Körperhaltung und wie man die Schlägel hält ging es schon los. Einer der Trommler schlug die große Trommel, andere zeigten den Rhythmus mit ihren Schlägeln in der Luft. Und schon nach ein parr Augenblicken klang es fast professionell. Sogar schwierigere Rhythmen wurden geübt und gelangen fast auf Anhieb.
Schweißgebadet und freudestrahlend kamen die Teilnehmer vom Spielen zurück: „Das macht so richtig Spass!“

Im nächsten Monat veranstaltet die Gruppe einen Workshop in München. Teilnahme ist auch für Anfänger möglich. Anfragen an das Myōshinan.

Wer weiß, möglicherweise gibt es bald eine Trommelgruppe auch in Oberrüsselbach?!
Interessenten gibt es schon. Wer auch mitmachen möchte, meldet sich bitte.