{"id":60,"date":"2008-06-05T09:26:48","date_gmt":"2008-06-05T07:26:48","guid":{"rendered":"http:\/\/teeweg.de\/blog\/?p=60"},"modified":"2016-01-12T16:24:21","modified_gmt":"2016-01-12T15:24:21","slug":"wohlgebaute-stege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.teeweg.de\/blog\/wohlgebaute-stege\/","title":{"rendered":"Wohlgebaute Stege"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\">Lieber Herr Professor M. N.,<\/p>\n<p>Danke f\u00fcr ihre mail. Tags\u00fcber hatte ich chanoyu unterrichtet, dann habe ich ihre Mail gefunden. Gemeinsam mit meinen Sch\u00fclern haben wir dann \u00fcber H\u00f6lderlins Gedicht diskutiert, bevor wir zum Tagesabschluss in der Abendd\u00e4mmerung draussen auf der Wiese, gegen\u00fcber der Kirche Chabako Tenmae gemacht und eine Schale Tee getrunken haben.<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr Ihren Hinweis auf das Gedicht &#8222;Fr\u00fchling&#8220;. Ich hatte ihm bisher wenig Beachtung geschenkt.<br \/>\nH\u00f6lderlins sp\u00e4te Gedichte sind wie das Spiel auf der Hirtenfl\u00f6te, r\u00fcckw\u00e4rts auf dem Ochsen reitend gespielt. Sie sind schlicht wie Kinderlieder aber sie enthalten die volle Weisheit eines Lebens.<br \/>\nSie reden von einem Zustand nach der Befreiung und nach dem Erwachen, &#8222;wenn nicht der Gram an einer Seele naget&#8220;. Jede Enge ist verschwunden, der Himmel ist nicht mehr verschlossen und bleiern wie zu Beginn von &#8222;Gang aufs Land&#8220;, wo es die &#8222;bleierne Zeit&#8220; ist:<\/p>\n<blockquote><p>Wie sich der Himmel w\u00f6lbt und auseinanderdehnet,<br \/>\nSo ist die Freude dann an Ebnen und im Freien.<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"MsoNormal\">Es ist als w\u00fcrde Bodhidharma von der Offenen Weite reden.<\/p>\n<p>Das &#8222;Feld ist ger\u00e4umiger und Wege sind weit hinaus, dass einer um sich schauet&#8220;.<\/p>\n<p>Die Wege sind weit hinaus damit einer &#8222;um sich schauet&#8220; und nicht in der Enge des gewohnten Ortes verharrt. Zwar ist am gewohnten Ort das &#8222;Heilige&#8220;, man sieht es aber erst, wenn man aus der Fremde zur\u00fcckkehrt nach Hause. In &#8222;Heimkunft&#8220; begr\u00fc\u00dft der Dichter die Heimat, in die er zur\u00fcckkehrt.<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"MsoNormal\">Alles scheinet vertraut, der vor\u00fcbereilende Gru\u00df auch scheint von Freunden, es scheint jegliche Miene verwand.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"MsoNormal\">Das Scheinen ist vermutlich im doppelten Sinne gebraucht: es scheint nur so, ist aber ganz anders und es scheint, weil es leuchtet und strahlt. Das scheinende Vertraut-sein ist aber ein anderes, als zuvor, bevor der Dichter wieder heim kam. Vorher schien alles vertraut, weil es das Gewohnte war, aber es war nur das Gew\u00f6hnliche, das man nicht mehr wahr nimmt. Jetzt ist es das leuchtend Vertraute, das aufscheint als das, was Heimat gibt und birgt.<\/p>\n<p>In seinem Brief an den Freund B\u00f6hlendorff hatte H\u00f6lderlin &#8222;nach manchen Ersch\u00fctterungen und R\u00fchrungen der Seele&#8220; geschrieben:<\/p>\n<blockquote><p>dass alle heiligen Orte der Erde zusammen sind um einen Ort, und das philosophische Licht um mein Fenster ist jetzt meine Freude;<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"MsoNormal\">H\u00f6lderlin ist jetzt an &#8222;seinem&#8220; Ort angekommen. Aber dieser Ort ist nicht eng und bedr\u00fcckend, er weitet sich derart, dass &#8222;alle heiligen Orte der Erde&#8220; hier versammelt sind. Ein wenig erinnert mich das an das Erlebnis von Dait\u00f4 Kokushi, nachdem er erwacht war und das Gedicht, das Dait\u00f4 danach schrieb:<\/p>\n<blockquote><p>itsukai \u00fbnkan o to kashi owari<br \/>\nnanbokut\u00f4sai katsuru ts\u00fbsu<br \/>\nsekisho chih\u00f4 y\u00fb hinsh\u00fb o botsu<br \/>\nkiyaku t\u00f4 kiyakutei seif\u00fb<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"MsoNormal\">\n<blockquote><p>Ein einziges mal die Wolken-Sperre vollst\u00e4ndig durchdringend hin\u00fcbergegangen:<br \/>\nS\u00fcden Norden Osten Westen: lebendiger Weg weitet sich<br \/>\nabends am Ort, morgens spielend: Verschwinden von Gast und Gastgeber<br \/>\n&#8222;Fu\u00df Kopf Fu\u00df\u201c\u00a0 &#8211; von unten bis oben reiner Wind<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"MsoNormal\">Ich will damit nicht sagen, dass H\u00f6lderlin eine Art Zen-Meister war, aber seine Erfahrungen sind durchaus vergleichbar mit den Erfahrungen des Zen. Es gibt eben verschiedene Zen &#8211; Wege, nicht nur das Sa-Zen. Wir \u00fcben hier in unserem Yamazato den Cha-Zen und den Chiku-Zen der Komuso Shakuhachi. Vielleicht ist auch die Auseinandersetzung mit H\u00f6lderlins Dichtung ein neuer und moderner &#8222;Weg&#8220;?<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Auch H\u00f6lderlins Idee von der &#8222;Heiligkeit&#8220; des Allt\u00e4glichen hat \u00c4hnlichkeit mit dem Zen. Meister J\u00f4shu sagte auf die Frage nach dem Buddha:<\/p>\n<blockquote><p>Hast du Deine Reisschale schon gewaschen?<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"MsoNormal\">\nIm <a href=\"http:\/\/teeweg.de\/de\/varia\/hoelder\/gang\/index.html\" taget=\"_blank\">Gang auf Land<\/a> versucht H\u00f6lderlin das gemeinsame Mahl als Erfahrung des &#8222;Heiligen&#8220; zu beschreiben, aber dieses Mahl ist nicht mehr das Abendmahl des Christentums. Es ist das gemeinsame Speisen oben auf dem Berg, wo der verst\u00e4ndige Wirt das Gasthaus gebaut hat, um die G\u00e4ste die Fr\u00fcchte des Landes kosten zu lassen. Auf dem H\u00f6hepunkt des Gedankens zerbricht das Gedicht. In der Handschrift erkennt man die Zeilen:<\/p>\n<blockquote><p>da, da<br \/>\nsie sinds, sie haben die Masken<br \/>\nAbgeworfen<br \/>\njetzt, jetzt, jetzt<br \/>\nruft<br \/>\ndass es helle werde,<br \/>\nweder h\u00f6ret noch sehen<br \/>\nEin Strom<br \/>\ndass nicht zu Wasser die Freude<br \/>\nWerde, kommt ihr himmlischen Gratien<br \/>\nund der Nahmenstag der hohen,<br \/>\nder himmlischen Kinder sei dieser!<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"MsoNormal\">Es ist ein fast ekstatisches Rufen: &#8222;Da, da&#8220; und &#8222;jetzt, jetzt&#8220;.\u00a0 Wer ist dort anwesend im Gasthaus, wer hat die Masken abgeworfen? Offenbar doch die G\u00f6ttlichen, die jetzt die Masken abgeworfen haben und sich als das zu erkennen geben, was sie sind. Aber ein paar Zeilen sp\u00e4ter der Zweifel:<\/p>\n<blockquote><p>Doch was sollen Gotter im Gasthaus?<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"MsoNormal\">Das Gasthaus ist ein beinahe allt\u00e4glicher Ort. Nicht ganz allt\u00e4glich, denn dort versammelt man sich an den Feiertagen des Fr\u00fchlings, aber es ist eben kein sakraler Ort der Feier des Gottes. Das was dort gefeiert wird, ist die Natur in ihrer Nat\u00fcrlichkeit. Was sollen G\u00f6tter an diesem Ort?<\/p>\n<p>Rikyu antwortete auf die Frage nach dem Sinn von Chanoyu:<\/p>\n<blockquote><p>Man bringt Wasser herbei, sammelt Brennholz, erhitzt das Wasser und bereitet Tee.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"MsoNormal\">Das ist Alles. Ganz einfache Dinge des allt\u00e4glichen Lebens, nichts &#8222;Heiliges&#8220;. Aber Zenmeister D\u00f4gen schreibt \u00fcber die Jinz\u00fb,\u00a0 die \u00fcbernat\u00fcrlichen Kr\u00e4fte, sie sind &#8222;wie das Teetrinken und Essen im Haus des Buddha&#8220; und er zitiert den chinesischen Laien H\u00f4-on:<\/p>\n<blockquote><p>Wasser holen und Brennholz tragen,<br \/>\nwelch \u00fcbernat\u00fcrliche Kraft<br \/>\nund welch wunderbares Wirken<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"MsoNormal\">Die eigentlich &#8222;\u00fcbernat\u00fcrlichen&#8220; Kr\u00e4fte des Buddhisten sind nicht anderes, als die aller allt\u00e4glichsten Handlungen.<\/p>\n<p>H\u00f6lderlin versucht im &#8222;Gang aufs Land&#8220; etwas Ungeheures: das Mahl ist die Feier des Lebens in seiner Nat\u00fcrlichkeit. Das G\u00f6ttliche ist &#8222;nur noch&#8220; Maske, die dem Menschen den Anblick der Natur selbst verwehrt. Jetzt kommt die Natur selbst zum Vorschein in nat\u00fcrlicher Allt\u00e4glichkeit des Tun&#8217;s.<\/p>\n<p>Genau so sehe ich den tieferen Sinn des Teeweges. F\u00fcr mich ist es keine japanische Folklore, es ist die Feier des Lebens in ganz allt\u00e4glichen Dingen: Wasser holen, Feuer entz\u00fcnden, Tee schlagen und gemeinsam trinken. Trinken in Harmonie und stiller Freude. Welch &#8222;\u00fcbernat\u00fcrliche&#8220; Kr\u00e4fte.<\/p>\n<p>H\u00f6lderlin hatte Erfahrungen gemacht, die er verzweifelt versucht, in Worte zu fassen, aber die Sprache versagt sich ihm. An den Rand der unvollendeten Verse im Gang aufs Land schreibt er quer zum Text:<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"MsoNormal\"><span class=\"moz-txt-tag\"><strong>Last der Freude<span class=\"moz-txt-tag\"> <\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Singen wollt ich leichten Gesang, doch nimmer gelingt mirs,<br \/>\nDenn es machet mein Gl\u00fcck nimmer die Rede mir leicht.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"MsoNormal\">H\u00f6lderlin wollte &#8222;leichten Gesang singen&#8220;, aber es gelingt nicht.\u00a0 Zu einfach und zu allt\u00e4glich ist es, was er sagen wollte. Wenn er Riky\u00fb gekannt oder wenn er Kenntnis vom Zen gehabt h\u00e4tte, w\u00fcrde er vielleicht geschrieben haben: &#8222;Wasser holen, Brennholz tragen&#8220;, aber im Abendland seiner Epoche fehlen die Worte f\u00fcr dieses Einfache. Zu sehr waren die Menschen auf &#8222;H\u00f6heres&#8220; gerichtet, zu sehr ging ihr Streben nach dem G\u00f6ttlichen. Ihr Bestreben ging immer \u00fcberw\u00e4rts, so dass sie ihre eigenen Fu\u00dfspuren niemals erkennen konnten, die sie auf dem Boden des allt\u00e4glichen Lebens hinterlie\u00dfen.\u00a0 Der Ochsenhirte findet den Weg zu sich selbst auch erst, als er lernt, auf den Boden zu schauen, auf den er seine F\u00fc\u00dfe setzt.<\/p>\n<p>Niemals h\u00e4tten die Zeitgenossen des Dichters diese einfachen Worte verstanden.<br \/>\nNur die &#8222;braunen Frauen in den G\u00e4rten von Bordeaux gehen an Feiertagen auf &#8222;seidenem Boden&#8220;. Der Boden ist vielleicht deshalb &#8222;seiden&#8220;, weil die Frauen ihre F\u00fc\u00dfe achtsamer auf die Erde setzen, auf der sie leben und sterben. Und nicht allzu sehr \u00fcberw\u00e4rts schauen? Ist dies deshalb, weil die &#8222;s\u00fcdlichen Menschen, in den Ruinen des antiken Geistes&#8220; gelernt haben, achtsamer mit den Elementen des Himmels umzugehen als wir? In &#8222;Heimkunft&#8220; setzt sich der Dichter mit \u00e4hnlichen Problemen auseinander:<\/p>\n<blockquote><p>Wenn wir segnen das Mahl, wen darf ich nennen wie bring ich den Dank?<br \/>\nSchweigen m\u00fcssen wir oft; es fehlen die heiligen Namen, Herzen schlagen und doch bleibet die Rede zur\u00fcck?<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"MsoNormal\">Dies ist wohl das Problem des Abendl\u00e4ndischen. Wir sind abh\u00e4ngig von der g\u00fcltigen Rede. In Japan weiss man um die Unsagbarkeit von Erfahrungen. Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, Br\u00fccken zu schlagen zwischen beiden Welt. Mu\u00df das Abendland neue &#8222;unsagbare&#8220;\u00a0 Erfahrungen gewinnen, und muss Japan lernen, Worte f\u00fcr das Unsagbare zu finden?<\/p>\n<p>Wenn der Dichter nicht die rechten Worte finden kann, so ist das &#8222;die Last von Scheitern auf den Schultern&#8220;, die der Dichter zu tragen hat, wie er in &#8222;Mnemosyne&#8220; schreibt.<\/p>\n<p>Aber in Zukunft vielleicht f\u00fchren \u00fcber einen Bach wohlgebaute Stege, damit die Menschen hin\u00fcbergehen und zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen, ohne der Gefahr des Scheiterns ausgesetzt zu sein.<\/p>\n<p>Ja, die &#8222;wohlgebauten Stege&#8220; sind von Menschen gebaut, so wie das Bleibende von den Dichtern gestiftet ist. Es sind die Menschen, die sich aufgemacht haben in der Gefahr wie die S\u00f6hne der Alpen, von denen es in Patmos hei\u00dft, dass sie &#8222;furchtlos gehn\u00a0 \u00fcber den Abgrund weg auf leichtgebaueten Br\u00fccken&#8220;. Die S\u00f6hne der Alpen sind es gewohnt, sich in der Gefahr zu bewegen, deshalb gen\u00fcgen ihnen &#8222;leichtgebaute Br\u00fccken&#8220;, aber wir anderen brauchen &#8222;sichergebaute Steg&#8220;.<\/p>\n<p>Vielleicht sind die Wege Japans auch solche Stege. Am Tee &#8211; Weg hat aber nicht nur Riky\u00fb gebaut, viele Generationen von Teemeistern haben mitgebaut, damit wir heute diese Wege gehen k\u00f6nnen und eigene Erfahrungen sammeln, n\u00e4mlich die Erfahrung des\u00a0 &#8222;Wasser Holens und Tee Schlagens&#8220;.<br \/>\nInsofern haben sie, wie die Dichter das Bleibende gestiftet. Dichter sind ja nicht nur diejenigen, die Verse schreiben: &#8222;dichterisch wohnet der Mensch auf Erden&#8220;. Dichterisch wohnet der Mensch, der aufschaut zum Himmel, Ma\u00df nimmt und sinnend an den Stegen baut.<\/p>\n<p>Die Stege f\u00fchren \u00fcber B\u00e4che, nicht \u00fcber die gro\u00dfen Str\u00f6me, die Schicksalsstr\u00f6me der Nationen sind, wie der Rhein, der mehrfach gebrochen seine urspr\u00fcngliche Richtung nach S\u00fcden, nach Italien wohin die Sehnsucht der Deutschen geht, umkehrt und nach Norden flie\u00dft oder die Donau, die verkehrt herum zur\u00fcck in den Ursprung flie\u00dft. Die B\u00e4che flie\u00dfen &#8222;wo bekannt bl\u00fchende Wege mir sind&#8220; und wo der Neckar durch das Heimatliche und Gewohnte flie\u00dft.<\/p>\n<p>Aber heute neigen wir dazu, die Stege auszubauen zu gewaltigen Autobahnbr\u00fccken, auf denen der Verkehr strickt geregelt ist und jedweder Versto\u00df gegen die Regeln geahndet wird. Ein wenig habe ich das Gef\u00fchl, dass dies auch in der japanischen Wegen geschieht, wo die Iemotos strikt auf die Einhaltung der Verkehrsregeln und Gesetze achten. Aber es geht um die ganz einfachen und schlichten Dinge des allt\u00e4glichen Lebens.<\/p>\n<p>Heute leben wir in einer Zeit des Br\u00fcckenbaus. Wir k\u00f6nnen heute weitaus besser als fr\u00fcher den Dialog zwischen den V\u00f6lkern und Kulturen f\u00fchren. Ich sitze hier in meinem fr\u00e4nkischen Yamazato und kann \u00fcber das Internet jederzeit auf die japanischen Klassiker zur\u00fcckgreifen, ja ich finde sogar eine \u00fcbersetzung von &#8222;Lieblicher Bl\u00e4ue&#8220; ins Japanische.<\/p>\n<p>H\u00f6lderlins Gedicht &#8222;Der Fr\u00fchling&#8220; spricht von einer Zukunft, &#8222;wenn die Stunden wieder tagen&#8220;, wenn es also die Zeit ist, in der das Licht wieder zunimmt nach der langen Nacht des Winters. Es ist nicht mehr Herr H\u00f6lderlin, der spricht, darum hat er sich auch geweigert, die Gedichte der sp\u00e4ten Zeit mit seinem Namen zu kennzeichnen. Hat heute diese Zukunft begonnen?<\/p>\n<p>Ich f\u00fcrchte nein! Vielleicht wird es auch niemals eine reale politische Zukunft sein. Vielleicht kann es nur ein Zukunft in unseren Herzen sein. Und die kann jeden Augenblick ganz pl\u00f6tzlich Realit\u00e4t werden.<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"MsoNormal\">Drum, da geh\u00e4uft sind rings<br \/>\nDie Gipfel der Zeit, und die Liebsten<br \/>\nNah wohnen, ermattend auf<br \/>\nGetrenntesten Bergen,<br \/>\nSo gib unschuldig Wasser,<br \/>\nO Fittiche gib uns, treuesten Sinns<br \/>\nHin\u00fcberzugehn und wiederzukehren.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"MsoNormal\">M\u00f6gen wir niemals ermatten auf den getrennten Gipfeln! Bauen wir an Stegen, die hin\u00fcber und zur\u00fcck f\u00fchren.<\/p>\n<p>Sollte Sie Ihr Weg einmal nach Deutschland f\u00fchren, so sind Sie herzlichst eingeladen, mit uns zusammen eine Schale Tee zu trinken.<\/p>\n<p>Entschuldigen Sie, dass ich Ihnen so viele unfertige Gedanken schreibe, aber in Deutschland sagen wir: wenn das Herz voll ist, geht der Mund \u00fcber oder wie H\u00f6lderlin sagt:<\/p>\n<p>Der Mensch, der oft sein Inneres gefraget,<br \/>\nSpricht von dem Leben dann, aus dem die Rede gehet<\/p>\n<p>Herzlichst Ihr<\/p>\n<p>G. S.<\/p>\n<p>PS.: Gr\u00fcssen Sie mir mein geliebtes Kyoto<\/p>\n<p>[facebook_ilike]<\/p>\n<div class=\"thanks_button_div\" \n                  style=\"float: left; margin-left: 0px;\"><div id=\"thanksButtonDiv_60_1\" style=\"background-image:url(http:\/\/www.teeweg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/thanks-you-counter-button\/images\/thanks_large_blue.png); background-repeat:no-repeat; float: left; display: inline;\"\n                onmouseover=\"javascript:thankYouChangeButtonImage('thanksButtonDiv_60_1', true);\" \n                onmouseout=\"javascript:thankYouChangeButtonImage('thanksButtonDiv_60_1', false);\"\n                onclick=\"javascript:thankYouChangeButtonImage('thanksButtonDiv_60_1', false);\" >\n                <input type=\"button\" onclick=\"thankYouButtonClick(60, 'You left &ldquo;Thanks&rdquo; already for this post')\" value=\"Danke 0\"\n                  class=\"thanks_button thanks_large thanks_blue\"\n                  style=\"  font-family: Verdana, Arial, Sans-Serif; font-size: 14px; font-weight: normal;; color:#39b778;\"\n                  id=\"thanksButton_60_1\" title=\"Click to leave &ldquo;Thanks&rdquo; for this post\"\/>\n             <\/div><div id=\"ajax_loader_60_1\" style=\"display:inline;visibility: hidden;\"><img decoding=\"async\" alt=\"ajax loader\" src=\"http:\/\/www.teeweg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/thanks-you-counter-button\/images\/ajax-loader.gif\" \/><\/div><\/div><div id=\"wp_fb_like_button\" style=\"margin:5px 5px 5px 0;float:left;height:100px;\"><script src=\"http:\/\/connect.facebook.net\/en_US\/all.js#xfbml=1\"><\/script><fb:like href=\"https:\/\/www.teeweg.de\/blog\/wohlgebaute-stege\/\" send=\"false\" layout=\"standard\" width=\"450\" show_faces=\"false\" font=\"arial\" action=\"like\" colorscheme=\"light\"><\/fb:like><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lieber Herr Professor M. 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