{"id":3372,"date":"2016-02-14T20:40:09","date_gmt":"2016-02-14T19:40:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.teeweg.de\/blog\/?page_id=3372"},"modified":"2022-03-26T21:42:59","modified_gmt":"2022-03-26T20:42:59","slug":"dana-gegengabe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.teeweg.de\/blog\/dana-gegengabe\/","title":{"rendered":"Dana &#8211; Gegengabe"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"https:\/\/www.paypal.com\/donate\/?hosted_button_id=4MAGHRRV5QV28\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Spenden mit Paypal<\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<p>Hier im My\u014dshinan verlangen wir keine festen Geb\u00fchren, sondern <a href=\"https:\/\/www.paypal.com\/donate\/?hosted_button_id=4MAGHRRV5QV28\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">bitten um ein Dana<\/a>, eine freiwillige Gabe als Gegengabe f\u00fcr das Erhaltene. Wo &#8218;Preise&#8216; angegeben sind, gelten die lediglich als Empfehlung f\u00fcr ein Dana.<br \/>Jeder gibt was er kann. Wer wenig hat, muss \u00fcberhaupt nichts geben. Aber er kann vielleicht mit helfen bei der t\u00e4glichen Arbeit. Das ist in Japan in den Tempeln die allt\u00e4gliche Praxis.<br \/>Hier gibt es keine Dinge, die man greifen kann oder die einen unmittelbaren Nutzen haben.<br \/>Wir geben keine Fische, sondern lehren das Fischen:<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/teeweg.de\/graphik\/buddh\/dana_1.jpg\" alt=\"\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Schenkt man einem Menschen einen Fisch, so wird er einen ganzen Tag lang satt.&nbsp;<br \/>Lehrt man dem Menschen das Fischen, so wird er ein Leben lang satt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dana ist ein wesentlicher Bestandteil buddhistischer Geistes- und Herzensschulung und entspricht auch dem Kern des Christentums, wo Gro\u00dfz\u00fcgigkeit und Freude am Schenken und Helfen zentral sind.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier im My\u014dshinan verlangen wir keine festen Geb\u00fchren, sondern bitten um ein Dana, eine freiwillige Gabe als Gegengabe f\u00fcr das Erhaltene. Wo &#8218;Preise&#8216; angegeben sind, gelten die lediglich als Empfehlung f\u00fcr ein Dana.<br \/>Jeder gibt was er kann. Wer wenig hat, muss \u00fcberhaupt nichts geben. Aber er kann vielleicht mit helfen bei der t\u00e4glichen Arbeit. Das ist in Japan in den Tempeln die allt\u00e4gliche Praxis.<br \/>Hier gibt es keine Dinge, die man greifen kann oder die einen unmittelbaren Nutzen haben.<br \/>Wir geben keine Fische, sondern lehren das Fischen:<\/p>\n<p style=\"margin-left: 30px; width: 490px;\">Schenkt man einem Menschen einen Fisch, so wird er einen ganzen Tag lang satt.&nbsp;<br \/>Lehrt man dem Menschen das Fischen, so wird er ein Leben lang satt.<\/p>\n<p>Dana ist ein wesentlicher Bestandteil buddhistischer Geistes- und Herzensschulung und entspricht auch dem Kern des Christentums, wo Gro\u00dfz\u00fcgigkeit und Freude am Schenken und Helfen zentral sind.<\/p>\n<p>Dana ist uns als Wort nicht so fremd, wie es auf den ersten Blick erscheint. Dana ist Sanskrit und bedeutet so viel wie \u00abfreie Gabe\u00bb, \u00abfreies Spenden\u00bb. Dana ist eng verwandt mit dem lateinischen \u00abDono\u00bb oder \u00abdonare\u00bb, was ebenfalls Schenken oder Geben bedeutet.<\/p>\n<p>Aber Dana ist kein mitleidiges Spenden, mit dem man den Schw\u00e4cheren unterst\u00fctzt oder in einer Notlage hilft.<br \/>Dana beruht auf Gegenseitigkeit. Es ist eine Gegengabe f\u00fcr etwas, das man erhalten hat oder erhalten wird.<br \/>Ein Kloster oder ein M\u00f6nch, der in Japan ein Dana erh\u00e4lt, gibt im Gegenzug seinen Segen, seine Lehranweisungen oder er begleitet die Dana-Geber auf ihrem geistigen Weg in die Vollkommenheit. <br \/>Der Geber \u00fcbt das Loslassen vom Besitz, der Empf\u00e4nger \u00fcbet das Annehmen. <br \/>F\u00fcr ihn ist es wichtig, dass er nicht handelt, um Geld oder Materialien zu erhalten. Er gibt freien Herzens und er nimmt, was er bekommt, unabh\u00e4ngig davon, wie viel oder was es ist.<br \/>Wer wenig hat, gibt wenig, wer gar nichts hat, kann sein Dana auf andere Weise geben, z.B. durch Mithilfe im Garten oder Haus.<br \/>So entsteht keine gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit oder ein Dienstverh\u00e4ltnis. Beide Seiten behalten ihre Freiheit.<\/p>\n<p>Im Fernen Osten und Japan werden kulturelle Einrichtungen nicht vom Staat finanziert, sie leben vom Dana. Ohne Dana w\u00fcrde es viele Einrichtungen nicht geben. Das My\u014dshinan ist keine \u00f6ffentlich gef\u00f6rderte Einrichtung. Es lebt von der Eigeninitiative und vom Engagement der Besucher.<\/p>\n<p>Dana ist eine der \u00absechs Paramitas (Vollkommenheiten)\u00bb im Buddhismus. Paramita bedeutet w\u00f6rtlich \u00bbvom hiesigen zum anderen Ufer hin\u00fcbergehen\u00ab. Das meint, vom hiesigen Ufer der Illusion zum anderen Ufer der Erkenntnis zu gelangen. Das Herzsutra endet mit dem alten Mantra in der indischen Sprache:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Gate gate P\u0101ragate P\u0101rasamgate Bodhi sv\u0101h\u0101<br \/>GYA TEI GYA TEI HA RA GYA TEI HA RA S\u014c GYA TEI<br \/>BO JI SO WA KA<\/p>\n<p>Gegangen, gegangen, hin\u00fcbergegangen, (gemeinsam) ganz hin\u00fcbergegangen, <br \/>oh welch ein Erwachen!<\/p>\n<p>Das Hin\u00fcbergehen ist ein Ankommen in die vollkommene Freiheit, die Freiheit von Angst, Neid und Gier, die Freiheit, aus sich selbst heraus zu leben in Gemeinschaft mit den Menschen, aber ohne Anhaftung.<\/p>\n<p>Im Menschsein sind wir bed\u00fcrftig. Wir brauchen Luft, Wasser, W\u00e4rme, Nahrung, Zuwendung, Liebe, Schutz, Geborgenheit &#8211; so unendlich viel, um mit K\u00f6rper und Herz-Geist lebensf\u00e4hig und lebendig zu sein.<\/p>\n<p>Mit unserem ersten Atemzug beginnt das Ein\u00fcben von Empfangen und Loslassen, von Nehmen und Geben, das in jedem Bereich unseres Daseins lebenswichtig, ein Schl\u00fcssel zu wahrem Gl\u00fcck und erf\u00fclltem Leben ist.<\/p>\n<p>Gro\u00dfz\u00fcgigkeit als spirituelle Praxis ist das \u00dcben des Gebens und Empfangens. Ein Auseinandersetzen mit den eigenen Priorit\u00e4ten: Was ist mir wirklich wichtig in diesem Leben? Worin liegt wahres Gl\u00fcck f\u00fcr mich? Wie dr\u00fcckt sich dessen Erkennen in meinem Verhalten. In meinen Entscheidungen aus? Was unterst\u00fctze und erm\u00f6gliche ich mit meinem Geld. Wof\u00fcr setze ich es ein?<\/p>\n<p>Die Lehrer brauchen eine finanziell gesicherte Basis f\u00fcr ihren Lebensunterhalt, den sie nicht anderswo verdienen k\u00f6nnen, wenn sie wirklich mit ganzem Herzen den geistigen Weg gehen wollen. Auch die Einrichtung muss unterhalten und wenn m\u00f6glich verbessert werden. All das kostet Geld.<\/p>\n<p>So sind alle Nutzer und G\u00f6nner aufgefordert, mit freiem Geist zu geben, was ihnen m\u00f6glich ist. Nicht Geizig oder \u00e4ngstlich aber auch nicht zu viel. Man gibt, was in der eigenen Lebenssituation m\u00f6glich ist und was man f\u00fcr angemessen h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Bei manchen Veranstaltungen und beim Unterricht nennen wir als Orientierung einen angemessenen Preis, der selbstverst\u00e4ndlich auch nach oben erweitert werden kann. Bei anderen Veranstaltungen sind die Geber v\u00f6llig frei.<\/p>\n<h3>Samu &#8211; Arbeit<\/h3>\n<p>Man kann eine Einrichtung auch durch Samu unterst\u00fctzen. Samu ist w\u00f6rtlich die \u201aArbeit\u2018. Eine Einrichtung wie ein Zentempel, die nicht \u00fcber die finanziellen Mittel verf\u00fcgen, Angestellte zu bezahlen, kann nur bestehen durch t\u00e4tige Mithilfe der \u00dcbenden. Eine \u00dcbungsst\u00e4tte der geistigen Wege ist eben kein Hotel! Im rechten Geist ausge\u00fcbt ist Samu die Fortsetzung der Meditation im Werk. Das entspricht auch der westlichen Klosterregel \u201aora et labora\u2018 bete und arbeite!<\/p>\n<p>Der chinesische Zenmeister Huai-Hai (jap. Hyakuj\u014d Ekai 8. Jhdt.) hatte den Spruch gepr\u00e4gt: \u00bb<br \/><br \/>Ein Tag ohne Arbeit ist ein Tag ohne Essen.\u00ab<\/p>\n<p>Einmal versteckten die M\u00f6nche die Gartenger\u00e4te des hochbetagten Meisters. Daraufhin h\u00f6rt er auf zu essen. Erst, als die Gartenger\u00e4te wieder auftauchten und er seiner Arbeit nachgehen konnte, nahm er wieder Nahrung zu sich.<\/p>\n<p>Es ist auch eine \u00dcbung f\u00fcr die Besucher einer solchen Einrichtung, dass sie sich an den notwendigen Arbeiten beteiligen. Auch das ist eine Form von Dana.<\/p>\n<p><a title=\"Spende\" href=\"https:\/\/www.paypal.com\/donate\/?hosted_button_id=4MAGHRRV5QV28\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier Spende geben<\/a><\/p>\n<form action=\"https:\/\/www.paypal.com\/cgi-bin\/webscr\" method=\"post\"><input name=\"cmd\" type=\"hidden\" value=\"_s-xclick\"\/><br \/><br \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.paypal.com\/de_DE\/i\/scr\/pixel.gif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\"\/><\/form><div class=\"thanks_button_div\" \n                  style=\"float: left; margin-left: 0px;\"><div id=\"thanksButtonDiv_3372_1\" style=\"background-image:url(http:\/\/www.teeweg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/thanks-you-counter-button\/images\/thanks_large_blue.png); background-repeat:no-repeat; float: left; display: inline;\"\n                onmouseover=\"javascript:thankYouChangeButtonImage('thanksButtonDiv_3372_1', true);\" \n                onmouseout=\"javascript:thankYouChangeButtonImage('thanksButtonDiv_3372_1', false);\"\n                onclick=\"javascript:thankYouChangeButtonImage('thanksButtonDiv_3372_1', false);\" >\n                <input type=\"button\" onclick=\"thankYouButtonClick(3372, 'You left &ldquo;Thanks&rdquo; already for this post')\" value=\"Danke 0\"\n                  class=\"thanks_button thanks_large thanks_blue\"\n                  style=\"  font-family: Verdana, Arial, Sans-Serif; font-size: 14px; font-weight: normal;; color:#39b778;\"\n                  id=\"thanksButton_3372_1\" title=\"Click to leave &ldquo;Thanks&rdquo; for this post\"\/>\n             <\/div><div id=\"ajax_loader_3372_1\" style=\"display:inline;visibility: hidden;\"><img decoding=\"async\" alt=\"ajax loader\" src=\"http:\/\/www.teeweg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/thanks-you-counter-button\/images\/ajax-loader.gif\" \/><\/div><\/div><div id=\"wp_fb_like_button\" style=\"margin:5px 5px 5px 0;float:left;height:100px;\"><script src=\"http:\/\/connect.facebook.net\/en_US\/all.js#xfbml=1\"><\/script><fb:like href=\"https:\/\/www.teeweg.de\/blog\/dana-gegengabe\/\" send=\"false\" layout=\"standard\" width=\"450\" show_faces=\"false\" font=\"arial\" action=\"like\" colorscheme=\"light\"><\/fb:like><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spenden mit Paypal Hier im My\u014dshinan verlangen wir keine festen Geb\u00fchren, sondern bitten um ein Dana, eine freiwillige Gabe als Gegengabe f\u00fcr das Erhaltene. 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