Ichimai Kishomon - Das Ein-Blatt Testament.Der VerfasserRikyû wird ein einzelnes, handgeschriebenes Blatt zugeschrieben. Es wird alsichimai kishomon, das Ein-Blatt Testament bezeichnet.
Es ist in einer Sammlung von Manuscripten enthalten, den "Sukido Shidai", die auf "Keicho 7" (1602) datiert ist. Das heißt, daß das Ichimai kishomon mindestens bereits 10 Jahre nach dem Tod Rikyû's öffentlich bekannt war. Ichimai Kishomon und das Reine LandDas 'Testament' ist teilweise nahezu wortgleich mit einem viel älteren Dokument, das ebenfalls als Ein-Blatt Testament bezeichnet wird und das zu Rikyû's Zeiten außerordentlich populär war. Man kann davon ausgehen, dass das Testament über den Teeweg bewusst an dem anderen, älteren und ungleich bekannteren Testament orientiert ist.Hierbei handelt es sich um das Testament Hônen's, der eine zentrale Rolle bei der Etablierung des Reinen Land Buddhismus in Japan spielte. In einer Biografie Hônen's heißt es: Als der Meister (Hônen) lag und sein Ende erwartete, bat ihn (sein Schüler) Seikan - Bo, eigenhändig und kurz gefasst das Wesentliche das Wesentliche des Nembutsu aufzuschreiben, obwohl er Hônen's Lehre einige Jahre direkt aus dessen Mund gehört hatte. Er sagte, dass er diese Aufzeichnung wie ein Schatz als Andenken bewahren würde. Rikū's "Testament" ähnelt im Aufbau und Wortlaut dem Testament Hõnen's so stark, dass man vermuten kann, dass dieses Dokument als Vorlage gedient hat. Damit rückt Rikyū's Testament den Tee und Rikyū's Ideen über den Teeweg sehr stark in die Näher der Philosophie von "Reinen Land". Der Teeraum ist wie das "Reine Land" selbst.Hōnen hatte als wichtigste Übung auf dem Weg in das "Reine Land" die Rezitation des NAMU AMIDA BUTSU empfohlen. Wer diese Rezitation eintausendmal durchgeführt hatte, trug in seinem Naman das "Sen - Ami", tausendmal Amida gepiesen. Sehr wahrscheinlich kommt der Familienname Rikyū's aus dieser Tradition: Sen hat tausendmal (Sen) Amida gepriesen. |