{"id":5141,"date":"2018-10-30T16:10:04","date_gmt":"2018-10-30T15:10:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.teeweg.de\/blog\/?p=5141"},"modified":"2020-04-20T16:43:05","modified_gmt":"2020-04-20T14:43:05","slug":"wind-in-den-kiefern-leseproben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.teeweg.de\/blog\/wind-in-den-kiefern-leseproben\/","title":{"rendered":"Wind in den Kiefern &#8211; Leseproben"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Inhaltsverzeichnis<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Vorbemerkung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.teeweg.de\/blog\/wp-content\/uploads\/wind-in-den-Kiefern-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5135\" width=\"248\" height=\"378\" srcset=\"http:\/\/www.teeweg.de\/blog\/wp-content\/uploads\/wind-in-den-Kiefern-1.png 990w, http:\/\/www.teeweg.de\/blog\/wp-content\/uploads\/wind-in-den-Kiefern-1-197x300.png 197w, http:\/\/www.teeweg.de\/blog\/wp-content\/uploads\/wind-in-den-Kiefern-1-671x1024.png 671w, http:\/\/www.teeweg.de\/blog\/wp-content\/uploads\/wind-in-den-Kiefern-1-197x300@2x.png 394w\" sizes=\"auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong> Haiku und Zen<\/strong><br \/>Nein, ein Haiku ist keine Kreuzung von Fisch und Rindvieh und auch keine japanische Kuh, die statt \u201aMU &#8211; Nicht\u2018 immer nur \u201aHAI &#8211; Ja\u2018  ruft. Es ist eine japanische Versform, die versucht, den gegenw\u00e4rtigen Augenblick in knappen 5 &#8211; 7 &#8211; 5 Silben<sup><a href=\"#_footnote1\">1<\/a><\/sup> festzuhalten und poetisch zu gestalten. <br \/>G\u00fcnter Wohlfart, der als ganz gew\u00f6hnlicher Philosophieprofessor gelehrt, sich dann aber mehr und mehr der ostasiatischen Weisheit zugewendet hat, nennt sein B\u00fcchlein \u00fcber Haiku:<sup><a href=\"#_footnote2\">2<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbZen und Haiku: Mu in der Kunst Haik\u00fche zu h\u00fcten \nnebst anderen Texten f\u00fcr Nichts und wieder Nichts.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Also ist das Verfassen von Haiku<sup><a href=\"#_footnote3\">3<\/a><\/sup> eine Zenkunst wie der \nTeeweg oder die Zen-Shakuhachi, zwei K\u00fcnste, die ich seit \nvielen Jahren \u00fcbe und praktiziere? <\/p>\n\n\n\n<p>Beim Shakuhachi Spiel, dem Spiel mit der Bambusfl\u00f6te, \ngehen die Meinungen in Japan ein klein wenig auseinander. \nEs gibt die Meinung, das Shakuhachi Spiel sei urspr\u00fcnglich \nvon Zen M\u00f6nchen praktiziert worden und darum ganz klar \neine Praxis des Zen. Aber es gibt in Japan nur noch einen \neinzigen Zenpriester, der in einer \u00fcber dreihundertj\u00e4hrigen \n\u00dcberlieferungslinie das Spiel der Zen-Shakuhachi in seinem \nTempel unterrichtet. Ich selbst spiele in dieser Tradition. \nWir nennen unser Instrument auch nicht Shakuhachi sondern \nH\u014d-chiku &#8211; Buddha Gesetz Bambus oder Dharma \nBambus. In unserer Tradition hei\u00dft es: \u201aIchi On &#8211; Busshin\u2018 \n\u201aEin Ton &#8211; Buddhaherz.\u2018 Wir spielen keine Melodie, sondern \nimmer nur: JETZT DIESEN TON. Das Spiel soll flie\u00dfen wie \nWasser und Wolken, die unbek\u00fcmmert ihre Wege ziehen. \nImmer im Jetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die andere Meinung, vertreten von Spielern der Kinko \nLinie, in deren Tradition die meisten Shakuhachi Spieler \nheute stehen: \u00bbWer meint, das Shakuhachi Spiel habe in \nirgendeiner Weise mit Zen zu tun, der ist naiv oder \ndumm!\u00ab Tats\u00e4chlich ist f\u00fcr die meisten Japaner das Spiel \ndieses Instrumentes keine Zen &#8211; \u00dcbung, sondern einfach \nnur Musik. Aber vielleicht kommt es nicht auf die tats\u00e4chliche \nAnzahl der Spieler in der jeweiligen Richtung an, sondern \nauf den Geist, in dem man das Instrument spielt.  Es \nKANN eine Zen-\u00dcbung sein oder auch einfach nur Musik.<\/p>\n\n\n\n<p>Genauso verh\u00e4lt es sich mit dem Teeweg. Urspr\u00fcnglich \ngalt das Wort: \u00bbCha Zen &#8211; ichi mi\u00ab  \u00bbTee und Zen: Ein \nGeschmack.\u00ab Wir waren auf Einladung chinesischer Zen-M\u00f6nche \nin S\u00fcdchina und haben an einer Konferenz teilgenommen, \nbei der es genau um diesen Spruch ging. In der \nwissenschaftlichen Diskussion auf der Tagung ging es \nlediglich darum, welcher der fr\u00fchen Zenmeister Chinas \ndiesen Spruch gepr\u00e4gt hatte. Niemand bezweifelte, dass \nTee und Zen eins sind. Aber in Japan h\u00f6rt man in den etablierten \nSchulen des Teeweges: \u00bbTee ist Tee und Zen ist Zen!\u00ab \nMit anderen Worten: Wer meint, dass der Teeweg irgendetwas \nmit Zen zu tun hat, ist entweder dumm oder naiv. \nDer Teeweg ist f\u00fcr die meisten Japaner zu einer Unterhaltung \noder einer Art von Gesellschaftsspiel geworden. Man \ntrifft sich, tr\u00e4gt traditionelle Kimono, plaudert ein wenig \nund trinkt Tee. Aber das hat nur noch wenig gemein mit \ndem Zengeist, in dem die fr\u00fcheren Meister, allen voran Sen \nno Riky\u016b<sup><a href=\"#_footnote4\">4<\/a><\/sup> den Teeweg ge\u00fcbt haben. Vielleicht m\u00fcssen wir \nwieder zur\u00fcckkehren in die Urspr\u00fcnge der Teekunst und \nwieder lernen, dass Tee und Zen eins sind.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit der Kunst, Haiku zu schreiben. \nDie  Mehrheit der vielen tausende Mitglieder der zahlreichen \nHaiku &#8211; Vereinigungen in Japan w\u00fcrde wohl sagen: \n\u201eHaiku schreiben ist eine Form von Literatur oder Poesie. \nEs hat \u00fcberhaupt nichts mit Zen zu tun!\u201c Sicher w\u00e4re der \nwohl ber\u00fchmteste Haiku &#8211; Dichter Japans Matsu\u014d \nBash\u014d<sup><a href=\"#_footnote5\">5<\/a><\/sup> da ganz anderer Meinung. Er hatte sich intensiv im \nZen ge\u00fcbt. Danach \u00e4nderte sich die Form seiner Haiku und \ner gab dieser Kunst einen tiefen Inhalt, der bis heute nachwirkt. \nHaiku ist die Kunst der Wahrnehmung des konkreten \nAugenblickes und der Bewahrung in gestalteter \nForm. Es ist Zen der Achtsamkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn nicht nur das stille und unbewegliche Sitzen auf \ndem Sitzkissen ist Zen. Zenmeister D\u014dgen Zenji spricht \nzwar davon, dass nur das Sitzen allein die \u00dcbung des Zen \nsei, aber im rechten Geist ge\u00fcbt, ist jede allt\u00e4gliche Handlung \n\u201eSitzen\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p>Der alte chinesische Zenmeister J\u014dsh\u016b <sup><a href=\"#_footnote6\">6<\/a><\/sup> wurde einmal \ngefragt, was das Selbst sei. Er antwortete mit einer Gegenfrage: \n\u201eHast du deinen Reisbrei schon gegessen? Dann \nwasch deine Schale!\u201c Das Waschen der Schale soll Zen sein? \nJa, aber nicht jedes Waschen von Ess-Schalen ist Zen. Es \nkommt auf die Einstellung dazu an. Als Meister J\u014dsh\u016b noch \nSch\u00fcler bei Nansen war, fragte er ihn einmal danach, was \nder WEG sei. Nansen antwortete: \u201eDer allt\u00e4gliche Geist &#8211; \ndas ist der WEG!\u201c<sup><a href=\"#_footnote7\">7<\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Der allt\u00e4gliche Geist &#8211; Hei Jo Shin &#8211; kann der Geist sein, \nder stets gleichbleibend gelassen und ruhig ist. Aber auch \ndas ganz Gew\u00f6hnliche, Allt\u00e4gliche kann damit bezeichnet \nwerden. Das Waschen der Reisschale ist das ganz Allt\u00e4gliche, \nGew\u00f6hnliche. Aber mit ruhigem Geist und stillem \nHerzen ausge\u00fcbt, ist es Zen.<\/p>\n\n\n\n<p>So kann auch das Gestalten von Haiku eine \u00dcbung sein, \ndas Allt\u00e4gliche, genau in diesem Augenblick Anwesende \nwahrzunehmen und bewusst zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Zen wurde einst von Buddha wortlos \u00fcbertragen, als \ner auf dem Geierberg vor einer riesigen Versammlung predigte. \nZenmeister D\u014dgen Zenji erz\u00e4hlt die Geschichte von \nder Weitergabe in seinem Werk Sh\u014db\u014dgenz\u014d, der \u201aSchatzkammer \ndes wahren Dharma Auges\u2018 im Kapitel Udonge: <\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbVor einer Versammlung von tausenden Anwesenden \nauf dem Geiergipfel hielt der Tathagata (der \nweltgeehrte Buddha) eine Udumbara-Bl\u00fcte empor, \ndrehte sie wortlos in seinen Fingern und machte \nmit seinen Augen ein Zeichen. In diesem Augenblick \nerschien ein L\u00e4cheln auf Mahakasyapas \nGesicht und der Weltgeehrte sprach:<br \/>\n\u00bbIch habe die \u201aSchatzkammer des wahren Dharma-Auges\u2018 \n(Sh\u014db\u014dgenz\u014d) und den wunderbaren Geist \ndes Nirvana. Ich \u00fcbertrage sie an Mahakasyapa.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Udonge ist die japanische Bezeichnung f\u00fcr die Udumbara \nBl\u00fcte. Sie bl\u00fcht nach der indischen Legende nur alle \ndreitausend Jahre einmal. Sie erbl\u00fcht genau in dem Augenblick, \nals der \u201aWeltgeehrte\u2018 sie emporh\u00e4lt. Aber warum sieht \nnur Mahakasyapa als Einziger die Bl\u00fcte, alle anderen bleiben \nblind?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bl\u00fcte, die der Weltgeehrte emporh\u00e4lt und dreht, ist \neine ganz besondere Bl\u00fcte. Es ist die Bl\u00fcte einer kleinen \nindischen Feige, die sehr h\u00e4ufig vorkommt, die aber scheinbar \nniemals bl\u00fcht. Lediglich die kleinen Feigen wachsen \ndicht an dicht direkt an den Zweigen.  Eine Verwandte \ndieser Feige steht sogar als Staubf\u00e4nger in vielen deutschen \nWohnzimmern &#8211; der Ficus benjaminii, die Birkenfeige.<br \/>\nTats\u00e4chlich haben die Feigen eine botanische Besonderheit. \nIhre weiblichen Bl\u00fcten, die sp\u00e4ter die Frucht bilden, \nerscheinen nicht au\u00dfen, f\u00fcr alle sichtbar, sondern im Inneren \neiner unscheinbaren H\u00fclle, die schon wie die sp\u00e4tere \nFeige aussieht. Im Inneren dieser H\u00fclle bl\u00fcht nicht nur eine \nBl\u00fcte, sondern ganz viele, dicht an dicht. Eine besondere \nWespenart schl\u00fcpft durch ein winziges Loch in der scheinbaren \nFrucht und best\u00e4ubt die Bl\u00fcten. Dann schlie\u00dft sich \ndie kleine \u00d6ffnung und die Wespe ist gefangen und wird \nvon der werdenden Frucht verdaut. Die Bl\u00fcte der Udonge &#8211; \nUdumbara bl\u00fcht unsichtbar f\u00fcr die \u201anormalen\u2018 Augen im \nInneren der scheinbaren Frucht. Dogen sagt, dass wir \nunsere normalen Augen verlieren m\u00fcssen, damit sich das \nDharma Auge \u00f6ffnen kann. Dann sehen wir nicht die \nAu\u00dfenh\u00fclle, sondern das verborgenen Innere. Die Udumbara \nbl\u00fcht nur deshalb so selten, weil niemand einen Blick \nf\u00fcr das Verborgene, Innere hat. Sie ist \u00fcberhaupt nichts \nBesonderes, sondern derart gew\u00f6hnlich, dass niemand sie \nsieht. <\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Seiten fehlen in der Vorschau &#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_footnoteref1\">1<\/a>     Die Einteilung in 5 &#8211;  7 &#8211; 5 Silben entspricht nicht der japanischen \nSprache. Die japanische Sprache ist stark gepr\u00e4gt von der Zeitdauer \nder langen und kurzen Silben, den moren (lateinisch von mora &#8211; \nZeitdauer). \u00c4hnlich wie im Altgriechischen bildet sich das \u201aVersma\u00df\u2018 \naus der Zeitdauer der Silben. Alle griechisch antiken Versma\u00dfe \nberuhen auf der Verteilung von langen und kurzen Silben. Ein \nHexameter besteht aus sechs \u201aF\u00fc\u00dfen\u2018 mit je zwei langen Zeiteinheiten. \nEine lange Zeiteinheit kann durch zwei kurze oder eine lange Silbe \ngebildet werden, also beispielsweise entweder \u201akurz &#8211; kurz &#8211; lang\u2018 \n(Daktylos) oder \u201alang &#8211; kurz- kurz\u2018 (Anapest) oder lang &#8211; lang. Im \nHochdeutschen gibt es zwar auch lange und kurze Silben, die aber \nnicht wirklich fest sind. Das deutsche Wort Vater wird normalerweise \nals Vaater gesprochen, im Alltag oder in Dialekten kann es auch Vatter \noder Fadder hei\u00dfen. Es hat sich deshalb in den deutschen \nHaikukreisen eingeb\u00fcrgert, einfach die Anzahl der Silben zu z\u00e4hlen. \nIn der japanischen Sprache ist die Verteilung von langen und kurzen \nSilben wesentlich f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis des Wortes. Eine falsche \nZeiteinheit der Silbe macht das Wort f\u00fcr den Japaner unverst\u00e4ndlich. \nIn der Regel wird eine Silbe \/ Zeiteinheit durch ein Zeichen des \njapanischen Silbenalphabetes gebildet. Die St\u00e4dtenamen \u014csaka und \nSendai sind beide viermorig: \u304a\u304a\u3055\u304b O-o-sa-ka\u3001\u305b\u3093\u3060\u3044 Se-n-da-i. \nAlso auch das eingeschobene \u201an\u2018 ohne dazugeh\u00f6rigen Vokal bildet \neine Zeiteinheit. <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_footnoteref2\">2<\/a>     G\u00fcnter Wohlfart: Zen und Haiku &#8211; Mu in der Kunst Haik\u00fche zu \nh\u00fcten. Reclam, ISBN 978-3-15-009647-5<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_footnoteref3\">3<\/a>    Die japanische Sprache kennt keine gramattische Unterscheidung \nzwischen Singular und Plural, maskulin, neutrum oder feminin. \nDarum steht Haiku immer ohne Artikel. Es gibt nicht den, das oder \ndie Haiku und der Plural ist ebenfalls einfach Haiku. Wohlfahrt \nbenutzt den Plural lediglich als ein Sprachspiel. <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_footnoteref4\">4<\/a>    Sen no Riky\u016b 1522 &#8211; 1591, er gilt als einer der wichtigsten Teemeister \nJapans.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_footnoteref5\">5<\/a>     Matsu\u014d Bash\u014d, 1644\u20131694, eigentlich Matsu\u014d Munefusa. Er nannte \nsich nach der Bananenstaude &#8211; Bash\u014d &#8211; die neben seiner H\u00fctte wuchs. \nEr liebte sie so sehr, weil der Regen auf den Bl\u00e4ttern der \nBananenstaude ein so sch\u00f6nes Ger\u00e4usch verursachte.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_footnoteref6\">6<\/a>     Zh\u00e0ozh\u014du C\u014dngsh\u011bn (Chinesich \u8d99\u5dde\u5f9e\u8ad7; Wade-Giles: Chao-chou \nTs\u2019ung-shen; Japanisch: J\u014dsh\u016b J\u016bshin) (778\u2013897) <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_footnoteref7\">7<\/a> \u5e73\u5e38\u5fc3\u662f\u9053 japanische Lesung: Hei J\u014d Shin kore D\u014d. Hei: einfach, flach, eben, &#8211; gleichm\u00e4\u00dfig. In Kombination mit Harmonie: \u5e73\u548c Hei-wa, Ruhe, Frieden. \u5e38 Jo gew\u00f6hnlich, regelm\u00e4\u00dfig, immer.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kisetsu &#8211; Zeiten des Jahres<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fr\u00fchling<\/h2>\n\n\n\n<p>Heute ist der erste M\u00e4rz.<\/p>\n\n\n\n<p>Meteorologisch gesehen ist der 1. M\u00e4rz der erste Fr\u00fchlingstag.<br \/>Heute am Sonntag ist es ganz still. Kein gesch\u00e4ftiges Treiben der Bauern. Das ganze Land liegt verborgen unter einer dichten Decke von nebligem Dunst. <br \/>Wird es jetzt Fr\u00fchling!?<br \/>Geheimnisvoll liegt das Land im Fr\u00fchlingsnebel.<br \/>Im Fr\u00fchlingsdunst bereiten sich die Bl\u00fcten vor, die lange schon gewartet haben, um endlich aufzubrechen.<br \/>Aber nein, es wird immer k\u00e4lter und langsam wandelt sich der Nebel in kalten Regen. <br \/>Und dann kommt der Schneesturm. Das ganze Land verschwindet im Schnee.<br \/>Sogar der kleine Hund schl\u00e4ft den ganzen Tag und geht nur ganz kurz in den Garten.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute Nacht hat es weiter geschneit und immer noch \nfallen dicht die Flocken. Der Bambus neigt sich unter der \nschweren Last des frischen Schnees. Unbeugsam reckt die \nalte Kiefer ihre schneebedeckten \u00c4ste in den Himmel. \nSchneeflocken sitzen auf den Zweigen wie kleine wei\u00dfe \nPflaumenbl\u00fcten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur die Krokusse, auch das ganze Land ist unter \neiner dichten Schneedecke verschwunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Erster Fr\u00fchlingstag!<br \/>\nVerwirrte Meisen im Schnee<br \/>\nSuchen nach Futter!<\/p>\n\n\n\n<p>Erster Fr\u00fchlingstag!<br \/>\nUnten auf der Stra\u00dfe<br \/>\nBlinkt das R\u00e4umfahrzeug!<\/p>\n\n\n\n<p>Verborgen im Schnee<br \/>\nSchlafen gelbe Krokusse.<br \/>\nVerwirrte Meisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die alte Kiefer!<br \/>\nSind es Bl\u00fcten, die sie treibt?<br \/>\nAch \u2013 es ist nur Schnee!<\/p>\n\n\n\n<p>Aber schon ein paar Wochen sp\u00e4ter ist der Schnee verschwunden. <br \/>\u00dcber dem Land wirbeln wieder wei\u00dfe Flocken wie Schnee, wenn an Feiertagen des Fr\u00fchlings aufgegangen das Tal. All die gr\u00fcnenden B\u00e4ume, zahllos bl\u00fchend wei\u00df, wallend in wiegender Luft.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie ein wei\u00dfer Sturm<br \/>\nDecken bl\u00fchende B\u00e4ume <br \/>\nH\u00fcgel und H\u00e4nge. <\/p>\n\n\n\n<p>Wei\u00dfe Kirschbl\u00fcten<br \/>\nbedecken mein Haupt mit Schnee <br \/>\nIm wirbelnden Wind.<\/p>\n\n\n\n<p>Fallende Bl\u00fcten<br \/>\nbeim Tee unter dem Kirschbaum<br \/>\nF\u00e4rben mein Gewand.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Die folgende Seiten fehlen in der Vorschau<\/p>\n\n\n\n<p>&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8230;.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Herbst<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unter dem Herbstmond<br \/>\nSah ich Blumen auf dem Feld!<br \/>\n Ach &#8211; es war nur Stroh.<\/p>\n\n\n\n<p>Raureif am Waldrand &#8211;<br \/>\nZaubert das Bunte ins Laub<br \/>\naus dem reinsten Wei\u00df<\/p>\n\n\n\n<p>Im Herbst des Lebens<br \/>\nKommt noch einmal die Farbe <br \/>\nIns schneewei\u00dfe Haar?<\/p>\n\n\n\n<p>Novemberabend:<br \/>\nGolden leuchtet der Ginko \u2013<br \/>\nVergehende Pracht!<\/p>\n\n\n\n<p>Raureif auf Tannen!<br \/>\nAlles wandelt sich in Wei\u00df.<br \/>\nNovembernebel.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist es Schnee im Haar<br \/>\nOder das Wei\u00df des Alters?<br \/>\nDer Winter ist nah! <\/p>\n\n\n\n<p>Kiefern am Berghang<br \/>\nWei\u00df gezuckert im Raureif<br \/>\nHaben keine Farbe.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>keine Vorschau der folgenden Seiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>&#8230;.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>,,,,<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Winter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Knorrige Kiefer <br \/>\nWindet sich am steilen Hang.<br \/>\nSchwer lastet der Schnee.<\/p>\n\n\n\n<p>Eisiger Winter.<br \/>\nRiesig steht der kalte Mond<br \/>\n\u00dcber wei\u00dfem Feld.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nacht ist noch jung.<br \/>\nAuf der frostigen Stra\u00dfe<br \/>\nder Schatten des Rehs.<\/p>\n\n\n\n<p>Kalter Wintermond<br \/>\ndrei M\u00e4use erfroren im Schnee<br \/>\nso dunkel die Nacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Kalter Wintermond!<br \/>\nSilbern die Landschaft vorm Haus.<br \/>\nWo bleibt das Taxi?<\/p>\n\n\n\n<p>Schwer neigt sich der Zweig<br \/>Kein Ger\u00e4usch ist zu h\u00f6ren<br \/>In der Winternacht.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/myoshinan.com\/honya\/?product=wind-in-den-kiefern\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Buch kaufen<\/a><\/p>\n<div class=\"thanks_button_div\" \n                  style=\"float: left; margin-left: 0px;\"><div id=\"thanksButtonDiv_5141_1\" style=\"background-image:url(http:\/\/www.teeweg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/thanks-you-counter-button\/images\/thanks_large_blue.png); background-repeat:no-repeat; float: left; display: inline;\"\n                onmouseover=\"javascript:thankYouChangeButtonImage('thanksButtonDiv_5141_1', true);\" \n                onmouseout=\"javascript:thankYouChangeButtonImage('thanksButtonDiv_5141_1', false);\"\n                onclick=\"javascript:thankYouChangeButtonImage('thanksButtonDiv_5141_1', false);\" >\n                <input type=\"button\" onclick=\"thankYouButtonClick(5141, 'You left &ldquo;Thanks&rdquo; already for this post')\" value=\"Danke 110\"\n                  class=\"thanks_button thanks_large thanks_blue\"\n                  style=\"  font-family: Verdana, Arial, Sans-Serif; font-size: 14px; font-weight: normal;; color:#39b778;\"\n                  id=\"thanksButton_5141_1\" title=\"Click to leave &ldquo;Thanks&rdquo; for this post\"\/>\n             <\/div><div id=\"ajax_loader_5141_1\" style=\"display:inline;visibility: hidden;\"><img decoding=\"async\" alt=\"ajax loader\" src=\"http:\/\/www.teeweg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/thanks-you-counter-button\/images\/ajax-loader.gif\" \/><\/div><\/div><div id=\"wp_fb_like_button\" style=\"margin:5px 5px 5px 0;float:left;height:100px;\"><script src=\"http:\/\/connect.facebook.net\/en_US\/all.js#xfbml=1\"><\/script><fb:like href=\"http:\/\/www.teeweg.de\/blog\/wind-in-den-kiefern-leseproben\/\" send=\"false\" layout=\"standard\" width=\"450\" show_faces=\"false\" font=\"arial\" action=\"like\" colorscheme=\"light\"><\/fb:like><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhaltsverzeichnis Vorbemerkung Haiku und ZenNein, ein Haiku ist keine Kreuzung von Fisch und Rindvieh und auch keine japanische Kuh, die statt \u201aMU &#8211; Nicht\u2018 immer nur \u201aHAI &#8211; Ja\u2018 ruft. 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