Teeschalen gegen Buddha

Der August war in diesem Jahr ein „heißer Monat“. Nicht so sehr von der Temperatur – die große Hitze kam ja erst gegen Ende des Monats – als vielmehr vom Seminargeschehen her.
Wir haben nicht nur viel Tee gemacht, sondern auch fleißig Teeschalen getöpfert. Zu meiner Verwunderung sind dieses mal Teeschalen wie von Zauberhand entstanden, so als wäre die Form schon im Ton gewesen.

Engobe

Engobieren einer fast fertigen 'Teeschale

Es ist manchmal so schnell gegangen, dass wir fast schon eine Serienproduktion von Rakuschalen hätten eröffnen können.

Drei Teeschalen

Fast schon „Serienproduktion“

Es sind Winterschalen entstanden, die etwas höher in der Form sind und die gut die Hände wärmen beim Tee-Trinken.

Tsutsu

Hohe Teeschale

Weil es aber doch immerhin August und doch ziemlich heiß war, musste natürlich auch ein flacher Hira-Chawan getöpfert werden.

Hirajawan

Eine flache Teeschale entsteht

Hirachawan auf der Rändelscheibe

Fertig engobierter und mit Ocker gefärbter Chawan.

Leider müssen die Schalen erst einige Wochen trocknen, bevor sie gebrannt werden können, aber glücklicherweise war noch ein Hira-Chawan aus einem früheren Seminar hier, dern wir auch gleich in einer Teezeremonie ausprobiert haben.

Araijakin

Flache Sommer - Teeschale mit Wasser

Wenn es im Sommer sehr heiß ist, füllen wir kaltes Wasser in die flachen Sommerschalen, weil es ein wunderbar erfrischendes Geräusch gibt, wenn wir das Wasser während der Teezeremonie ausgiessen. So servieren wir den Gästen nicht nur Tee, sondern erzeugen ein Athmosphäre der kühlen Frische.

Macha in der Sommerschale

Matcha in der Sommerschale

Gut, immer Teeschalen?!
Könnte man nicht auch einmal versuchen, einen Buddha zu formen? Glücklicherweise war grob schamottierter Bildhauerton vorhanden und die Arbeit konnte beginnen. Der Körper geht ja noch, aber wie bitte formt man Hände?

Buddha Stautue in Arbeit Amithaba ohne Kopf

Naja, ein wenig groß geraten, aber schließlich sind es segnende Hände und die sind wichtig, also dürfen sie schon ein wenig größer sein. Der Kopf ist auvh nicht so ohne, aber wer hat schon einmal einen kopflosen Amida-Buddha gesehen? Also versuchen wir, ihm einen Kopf zu geben.

 

"fertiger" Buddha

"Fertiger" Buddha

 

Naja, für den ersten Buddha aus Ton! Jetzt muss er nur noch den Brennofen überstehen!

Man kann zwar aus ihm keinen Tee trinken, aber er ist schon nett anzuschauen, und vielleicht segnet er ja die Arbeit im Myoshinan. Aber wir werden wohl doch eher Teeschalen machen als Buddhas.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Teeweg veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*