Tee und Zen in Holzkirchen

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In der letzten Woche haben wir im Benediktushof von Pater Williges Jäger in Holzkirchen ein Seminar „Tee und Zen“ gehalten. Wir haben nicht den ganzen Tag lang nur Teezeremonie geübt, das Programm war sehr viel vielfältiger.

Oft hört man in Japan die Frage: „Tee und Zen – wie geht das?“ Die Japaner sind häufig der Meinung, Zen sei nur die Meditation im Sitzen mit gekreuzten Beinen. Aber Zen ist Achtsamkeit in jedem Augenblick. Buddha hat einmal gesagt:

Wenn der Mönch sitzt, weiß er: „Ich sitze!“
Wenn der Mönch steht, weiß er: „Ich stehe!“
Wenn der Mönch einatmet, weiß er: „Ich atme ein!“
Wenn der Mönch ausatmet, weiß er: Ich atme aus!“

Genau das tun wir im ’normalen‘ Alltagsstress nicht. Wir tun das Eine und sind mit den Gedanken ganz wo anders. Multitasking scheint in der Arbeitswelt das Zauberwort zu sein: mehrere Dinge gleichzeitig tun. Aber in der Forschung hat man schon längst entdeckt, dass Multitasking nicht zu besseren Arbeitsergebnissen führt. Außerdem ist die Folge, dass wir am Abend ausgelaugt und müde sind. Wir haben oft das Gefühl, ganz leer zu sein, leer und ausgebrannt. Lebt man dagegen ganz in der Achtsamkeit, erleben wir uns selbst als ganz und gar lebendig.
Was auch immer man tut, es sollte mit der vollen Achtsamkeit getan werden, ganz im Augenblick. Genau das ist Zen, genau das ist Tee.


Buddha hat das Atmen nicht zufällig so sehr betont: es ist das Zentrum unserer Konzentration. Beim Tee werden Atmung und Bewegung eine wundervolle Einheit. Dann beginnen wir, Tee zu „tanzen„.  Also haben wir in dieser Woche nicht nur Tee bereitet, sondern die Atmung bewusst gemacht. Dazu haben wir das Herzsutra rezitiert, ein wenig versucht, im tibetischen Oberton zu singen, und das Sutra nicht nur im Sitzen, sondern auch im langsamen Gehen zu rezitieren.

Der wunderbare Zen-Garten im Benediktushof, der das Gefühl vermittelt, unmittelbar in Japan zu sein, war ebenfalls ein Ort der Achtsamkeit und der Stille, diesmal nicht im Teeraum, sondern mitten in der Natur. Die Landschaft und der Garten um den Benediktushof boten eine reiche Fülle an Blumen und Gräsern, so dass wir auch das Stecken der Teeblumen – das Chabana – üben konnten.



Aber auch die Theorie kam nicht zu kurz. Wir haben über die Architektur der Teeräume diskutiert, die Lage der Feuerstelle und viele andere Details der Teeräume besprochen.


Auch die Kaisekiküche konnten wir ausführlich besprechen, wenn auch die praktischen Möglichkeiten ein Kaiseki – Essen zuzubereiten und zu servieren leider nicht möglich war.



Es war eine intensive Woche. Es hat uns allen großen Spass gemacht. Zen ist zwar eine ernste Angelegenheit, aber dennoch steht die Freude an dem was man tut im Zentrum.
Im nächsten Jahr wird es wieder mehrere Seminare „Tee und Zen“ im Benediktushof geben.

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