Ich gestehe: ich kann nicht anders – Ruhen des Nutzens.

Sollten einige Leser dieses Blogs die Gedanken zu abgehoben und zu wenig konventionell finden, so muss ich mit Hölderlin sagen:

Ich bitte, dieses Blatt nur gutmütig zu lesen.
So wird es sicher nicht unfaßlich, noch weniger anstößig sein.
Sollten aber dennoch einige solche Sprache zu wenig konventionell finden, so muß ich ihnen gestehen: ich kann nicht anders.

An einem schönen Tage läßt sich ja fast jede Sangart hören, und die Natur, wovon es her ist, nimmts auch wieder. Der Verfasser gedenkt dem Publikum eine ganze Sammlung von dergleichen Blättern vorzulegen, und dieses soll irgend eine Probe sein davon.

So ist es. Dies sind nur die unwichtigen Gedanken eines alten Mannes fern von jeder Nützlichkeit. Sie entstehen, aber die „Natur nimmts auch wieder“.

Aber müssen wir immer „nützlich“ sein?

Unser großer Vorfahr im Teeweg hatte seinen buddhistischen Ehrennamen RIKYU – RI KYU

Das bedeutet wörtlich RI Nutzen – KYU Ruhen, der Nutzen ruht. Vielleicht können wir nur zur Ruhe in uns selbst kommen, wenn wir einmal den Nutzen ruhen lassen.

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