Forum Haiku


Am Wochenende haben wir uns im Benediktushof getroffen zu einem Hai-Kai, einer Versammlung von Menschen, die gemeinsam über Haiku diskutieren, verschiedene Situationen gemeinsam erleben und darüber Haiku schreiben. Wir haben beschlossen, unsere Haiku zu veröffentlichen und gemeinsam weiter am Schreiben von Haiku zu arbeiten. Vielleicht entsteht so ein Haiku Tagebuch, denn wir wollen nur Haiku aus einer konkreten Situation heraus verfassen.
Jeder ist eingeladen, an diesem Haikukreis teilzunehmen und mit zu schreiben. Allerdings ist eine Anmeldung erforderlich, damit Spam-Einträge vermieden werden können.


Wir schreiben Haiku
mit fünf – sieben – fünf – Silben.
Alle gemeinsam!

Damit die Haiku nicht so primitiv bleiben wie dieses Starthaiku, lasst uns beginnen, gemeinsam Haiku zu verfassen und zu diskutieren, was besser werden kann.
Lasst uns beginnen!
Das Forum findet Ihr unter Forum Haiku oder über das Menu unter Dichtung und Philosophie / Basho und Haiku / Forum Haiku.
Lasst uns gemeinsam viel Freude haben beim verfassen von Haiku!


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3 Kommentare zu Forum Haiku

  1. Harald Lebender sagt:

    An alle Haiku-Freunde,

    hier eine kleine Auswahl selbst verfasster Haiku.
    Mögen die Leser dieser Zeilen innehalten und sich daran erfreuen!…

    Eine Kiesfläche
    mit Steinen und Moos. Sonst nichts.
    Fülle durch Leere.

    Mitten im April
    hat es auf einmal geschneit…
    Kirschblütenblätter!

    Gemurmel im Wald
    Abenddämmerungs-Zwielicht.
    Was sagst Du: Quelle?

    Kein Mond am Himmel
    dunkler Wald… doch da: im Teich
    baden die Sterne!

    Flinkes Eichhörnchen
    vergräbt Nüsse im Garten.
    Ist noch gar nicht Herbst…

    Luft ist wieder rein
    nach dem Gewitterregen.
    Seele atmet auf.

    Mit Haiku-Grüßen
    für ´nen Wunder-vollen Tag,
    Harald Lebender

  2. Hallo Harald,
    ich habe den Beitrag auch in das Forum Haiku / Allgemeines eingestellt. Ich hoffe, das passt so?!

  3. Ganz besonders gefällt mir dieses Haiku:

    Kein Mond am Himmel
    dunkler Wald… doch da: im Teich
    baden die Sterne!

    Hier ein par Gedanken, die mir zu diesem Gedicht durch den Kopf ziehen.
    Das Haiku ist fast wie eine alte japanische Tuschemalerei.
    Der Mond wird nicht dargestellt, nur seine Spiegelung im Wasser. Kein Mond am Himmel – es ist offenbar Neumond und finstere Nacht. Aber wenn man hinunterschaut, sieht man die Sterne oben am Himmel. Sie baden im Wasser.
    In Japan ist ja die Milchstrasse der ‚ama-no-gawa‘, der Himmelsfluss. Der Fluss ist sehr breit aber mit flachem Wasser, so daß viele Felsen heraus schauen. Auf jedem dieser Felsen sitzt ein ‚Kami‘, ein Gott (?) und leuchtet. Das sind dann die Sterne, die man sehen kann. Besonders reizvoll ist die Stimmung des dunklen Himmels und der badenden Sterne im Wasser, aber eben nicht im Himmelsfluss, sondern eben im irdischen Wasser.

    Zenmeister Dōgen sagt, das Erwachen (Satori) ist wie der Mond in einem Tautropfen. Der Mond spiegelt sich nicht im Tautropfen, er ist ganz und gar darin, aber er wird nicht nass. Das ist die Buddhanatur, die in jedem Menschen wohnt und die nun klar zu leuchten beginnt. Würde die Buddhanatur ’nass‘ werden, so bestünde die Gefahr, dass sie sich verfärbt, vor allem, wenn das Wasser schmutzig ist wie in einem Tümpel. Sogar in einem Verbrecher wohnt die Buddhanatur: sie wird nicht schmutzig durch das Baden in diesem üblen Menschen.

    Die Sterne ‚baden‘ im Teich. Sie werden vielleicht sogar noch reiner, als sie am Himmel sind? Vielleicht, weil sie herunter gekommen sind auf die Erde?

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