Der 11. März – ein ganz besonderer Tag!

Der 11. März muss ein ganz besonderer Glückstag sein, denn er ist wohl für immer mit der „Insel des Glücks“ Fuku-shima verbunden.
Es kam alles auf einmal zusammen: Das Erdbeben in Japan, der Tsunami, der dadurch ausgelöst wurde und dann die Atomkatastrophe von Fukushima.
Für viele von uns ist an diesem Tag eine ganze Welt zusammengebrochen. Das Vertrauen in die Beherrschbarkeit der Atomtechnik brach zusammen und das Erbeben zeigte uns allen, dass die Welt nicht so sicher ist, wie wir immer glauben.
Für manchen von uns ist die alte Sicherheit erschüttert worden und wir mussten lernen wieder neues Vertrauen in das Leben zu fassen.
Heute, vier Jahre nach dem Zusammenbruch müssen wir immer noch und immer wieder an die Vorgänge von damals denken, die das Leben so verändert haben.

Heute sitze ich und arbeite an dem Stichwortverzeichnis für mein neues Buch, das in Erinnerung an die Erschütterungen entstanden ist und an dem ich – mit Unterbrechungen – seit jenen Tagen gearbeitet habe:
„Die reissende Zeit und die Stille“

Fuku: Glück

Fuku: Glück

den nächsten Tagen wird das Buch in die Druckerei gehen.
Der Titel stammt aus Hölderlins Gesang ‚Der Archipelagos‘, dem Meer der Griechen. Die Zeit hatte an den Ufern des Griechenmeeres alles hinweggerissen was an die große Zeit der Griechen erinnert. Aber obwohl alles von der glorreichen Kultur und den glücklichen Zeiten verschwunden ist, bleibt immer noch die Erinnerung an das einstige Glück.

Und die Gewissheit, dass die Natur weiter lebt. Die Stille ist die große Ruhe und Gelassenheit, die ganz tief unten unter der Oberfläche ruht und die das Leben immer weiter trägt und die wir in der Meditation direkt erfahren können.

Darum ist am Tag des Zusammenbruches zugleich ein Geburtstag, der Geburtstag des Buches über die Gelassenheit, die aus der Tiefe unseres Wesens entspringen kann.

Darum sollen alle Geburtstagskinder des heutigen Tages gegrüßt werden. Das Leben geht immer weiter. Und Sicherheit ist nur scheinbar: die reissende Zeit bringt immer Veränderungen – jeden Augenblick! Aber tief in uns trägt uns die große Stille.

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