Lasst uns Tee trinken! Meditation zu Zen-Kalligraphien von Michael von Brück und Hans Zender

Der Herder Verlag startet gemeinsam mit dem Verlag Karl Alber ein ganz besonderes Projekt, das man als Unterstützer fördern kann. Es wird ein Buch von Prof. Michael von Brück, einem sehr wichtigen Zenlehrer, der als Professor in München gewirkt hat, aber auch über eine langjährige Erfahrung als Zen – Lehrer verfügt, das er gemeinsam mit dem Komponisten Hans Zender geschrieben hat. 

Es sind Meditationen zu Zen – Kalligraphien, die sicher eine gute Einführung in den Zen bieten werden. Geplant ist eine Luxusausgabe mit farbigen Kalligraphien als Beilage.  Wer das Projekt fördert, wird in dem Buch auf einer Dankseite eigens erwähnt. Als Förderungsmaßnahme kann man ein Buch vorab bestellen. Falls das Projekt nicht starten sollte, bekommt man sein Geld zurück. Sicher eine einmalige Gelegenheit, ein gutes und sehr aufwändiges Projekt zu fördern und auch noch als Förderer genannt zu werden.

Hier das Anschreiben, das ich vom Verlag erhalten habe:

„In Kürze starten wir gemeinsam mit Michael von Brück, Hans Zender und dem Verlag Karl Alber in Freiburg eine Kampagne, um eine ganz besondere Einführung in den Zen-Buddhismus zu realisieren. Das Buch soll als Schmuckausgabe erscheinen und dementsprechend schön und bibliophil gestaltet sein. Damit das Buch veröffentlicht und u.a. auch die farbigen Kalligraphien dem Buch beigelegt werden können, haben wir eine Kampagne ins Leben gerufen, über die interessierte Leser und Zen-Förderer Exemplare vorab erwerben können und dadurch die Publikation möglich machen. Als Dank werden alle Unterstützerinnen und Unterstützer dankend im Buch erwähnt, erhalten exklusive Postkarten und signierte Exemplare. Wir würden uns sehr freuen auch Sie als Unterstützer gewinnen zu können. Unterstützen können Sie das Projekt direkt über den Link:https://herder.bookbakers.de/buch-unterstuetzen/philosophie/sehen-verstehen-sehen-meditationen-zu-zen-kalligraphien/


Hōrai An – Klause am Götterberg

Im Hotel Resort Feuerberg in Kärnten entsteht derzeit ein echtes japanisches Teehaus für Teezeremonie und Meditation. Dann muss die Teezeremonie nicht mehr in einem Tagungszimmer durchgeführt werden wie bisher.
Schon während der Philosophie Woche am Feuerberg wird es den Tee dann ganz stilgerecht im neuen Teeraum geben. Viktor Fux – Japanraum.com – ist schon fast fertig mit dem Bau. Nun ergab sich die Frage, wie man den Zugang zum Teeraum kennzeichnet. Nun hat Herr Berger, der Besitzer des Hotels nach einer Bezeichnung für das Teehaus gesucht.
Einfach nur: Feuerberg – Teehaus? Das ist zu prosaisch. Ein anständiges Teehaus hat in Japan einen poetischen Namen, der von einem Teemeister vergeben wird.
Das Hotel Feuerberg betrieben von der Familie Berger liegt hoch oben in den Kärntner Bergen, weit oberhalb der Menschheit – jedenfalls von der im Tal drunten. Man hat einen traumhaften Blick bis in die slowenischen Karawanken, im Tal unter reihen sich die Alpenseen wie Perlen aneinander. Eigentlich ist der Feuerberg ein Traumort, in dem man schon durch die Landschaft zur Ruhe und innerem Frieden finden kann. Was passt da nicht besser als Name für einen Teeraum hier oben als Hōrai An 蓬莱 庵.

HŌRAI-AN

HŌRAI-AN

Der Hōrai San, der 蓬莱山, der Hōrai – Berg ist der mythische Götterberg weit im Nordosten, auf dem die Glücksgötter wohnen. Von dort aus schicken sie ihre Gaben auf dem Fluss, der in der idealen Landschaft von Nordost – vom Hōrai San in Richtung Südwesten fließt. Das Schatzschiff, schwer beladen mit ihren Gaben wie Glück, Gesundheit, Weisheit, Kraft, Schönheit etc. kommt vom Hōrai bis in die Welt der Menschen.

Takarabune -  Das Schatzschiff.

Takarabune –
Das Schatzschiff.

In einem Wortspiel wird der Berg SAN zur Einsiedlerklause AN.an Das Schriftzeichen zeigt eine strohbedeckte Hütte. Die Klause ist kein komfortabler Palast, aber ein Rückzugsort, an dem man zur Ruhe kommen kann und sich selbst wieder findet. Unser Teehaus heißt denn auch Myōshin-An. In dieser Klause lebt vielleicht ein Eremit, ein Mensch, der sich in die Berge zurückgezogen hat um zum Ursprung zu finden. Das ist ein Sen-nin 仙人. Das erste Schriftzeichen zeigt einen Menschen und einen Berg 仙. Es ist ein Mensch, der in den Bergen lebt, ein „Berger“. Das Schriftzeichen für Sen-nin in der alten Siegelschrift steht auf dem Schild als Siegel links oben. Darunter finden sich in Siegelschrift die zwei Zeichen „Feuer-Berg“.

Ganz rechts steht in chinesischen Schriftzeichen geschrieben das Datum der voraussichtlichen Einweihung des Teehauses.
Mögen dort viele Menschen viele glückliche Stunden verbringen und dieses Glück mit nach Hause nehmen.


Eisai zum Tee

Kissa Yōjōki – Das Buch vom Teetrinken

Tee ist ein Wundermittel ( senyaku) zur Erhaltung des Lebens und eine Kunstfertigkeit (myōjutsu) zu seiner Verlängerung.
Berge und Täler, in denen der Tee gedeiht, sind heilig, und Menschen, die den Tee ernten, leben bis ins hohe Alter.
Tee wird in Indien und China hochgeschätzt und war einst auch in Japan beliebt. Wie ist es möglich, den seit alters im In- und Ausland geschätzten Tee nicht mehr zu verwenden, und wie viel mehr noch, wenn man bedenkt, dass es sich um ein vorzügliches Gesundheitsmittel (ryōyaku) unserer Zeit handelt?

Anfangs waren die Menschen in den ,vier Großen‘ (shidai) (Erde für die Knochen und Muskeln, Wasser für das Blut, Feuer für die Körperwärme und Wind für die Energie) ebenso kräftig wie die Götter. Die heutigen Menschen aber sind gebrechlich wie altes Holz, peinigen sich mit Akupunktur (hari) und Moxa (kyū), und Heilbäder (tōji) bleiben wirkungslos, so dass man darüber erschrickt, wie Menschen, die sich solchen Heilpraktiken hingeben, immer schwächer werden.
Man bedenke, dass das Edelste der Schöpfung des Himmels der Mensch ist. Höchste Klugheit bedeutet deshalb, sein Leben in Gesundheit zu verbringen und es zu schätzen.
Die Grundlage eines gesunden Lebens aber ist die Ernährung. Sie dient der Ausgewogenheit der fünf Organe (Leber, Herz, Milz, Lunge und Nieren). Unter diesen fünf Organen ist das Herz das wichtigste. Zur Gesunderhaltung des Herzens ist der Teegenuss das beste Mittel. Kümmert man sich aber nicht um das Herz, dann werden alle fünf Organe schwach, und sorgt man sich nicht um seine fünf Organe, so ist das eigene Leben in Gefahr.

Seit dem großen indischen Heilkundigen JIVAKA (jap.: KIBA) sind bereits zweitausend Jahre vergangen, und wen sollte man heute nach seiner Methode fragen? Und seit dem Begründer chinesischer Heilkunde, SHEN-NUNG (jap.: SHINNŌ) vergingen schon über dreitausend Jahre. Wie sollte man da seine Pharmazie kennen! Und da niemand die Krankheiten behandeln kann, müssen die Kranken leiden und sterben. Weiterlesen