Über diesen Blog

In Japan gab es schon ganz früh eine Literaturgattung der fliegenden Blätter und Gedanken. Berühmte Beispiele sind das Kopfkissenbuch der Dame Shônagon aus der Zeit um 1000 mit unsystematischen Beobachtungen aus dem Kaiserpalast oder die Tsurezuregusa des Mönches Yoshida Kenkô, die zwischen 1330 und 1332 entstanden sind.

Ohne Systematik, gerade so wie die Gedanken auftauchen, sollen sie hier notiert werden. Es wird sich dabei immer um Gedanken aus der Literatur, der Philosophie und rund um den Teeweg handeln. Natürlich wird das eine oder andere mal auch über Alltägliches berichtet werden, aber die hier soll kein Tagebuch alltäglicher Ereignisse sein. Es werden auch keine persönlichen Dinge zu erfahren sein. Allerding ist das, was man gerade denkt vielleicht das Persönlichste überhaupt.

Manchmal werden sicher Gedanken geäußert, die Widerspruch erzeugen. Aber Widerspruch regt das Gespräch an.

Früher habe ich lange Jahre an der Volkshochschule Philosophie unterrichtet. Die besten Diskussionsbeiträge kamen oft von Menschen, die wegen der Kreigszeiten keine gute Schulbildung erhalten hatten. Die” schlimmsten” Beiträge kamen oft von den “Gstudierten”. Da wurden oft fertige Meinungen geäußert, die jedes Gespräch im Keim ersticken.

Laßt uns gemeinsam diskutieren und die Welt des Geistes und der japanischen Kultur ausschreiten.

Seien wir stets beirrt, aber immer un-ent-wegt.

Hinterlasse eine Antwort