Demut – Lehrer und Schüler

Auf meine Überlegungen gab es in dem anderen Blog eine Reaktion. Habe ich da etwas angerührt? Hier der Beitrag aus diesem Blog:

Lieber Herr Staufenbiel schrieb mir, dass er meinen Beitrag über XY – Sensei las und selbst eine Reflexion in Blog veröffentlichte. Er möchte gerne wissen, ob ich dabei schlecht finde, dass er darüber schrieb.

Keineswegs. Warum sollte ich schlecht finden, wenn er eine andere Sichtweise hat, über die Schüler und Lehrer Beziehung? Ich danke für seinen Beitrag und dass er meine Wörter ernst nahm.

Ich habe ein anderes Verständnis von „Unterwürfig und Demuth“ als Herr Staufenbiel und möchte mein Verständnis nicht als absolut gelten lassen. Stärke oder Schwäche hängen nicht von der Form des Verhaltens und der Demonstration eigener Kräfte ab, sondern von der Art, wie man mit Konflikte und eigenen Problemen umgeht. Der Stärkere ist der Gebende und der sich Zurücknehmende – in chinesischem verständnis.

Warum sollte man sich klein fühlen, nur weil der Lehrer einen vor anderen nieder macht? Warum ist mein Selbstewertgefühl von den Augen des Anderen abhängig? Warum bin ich plötzlich ein toller Schüler, nur weil der Lehrer mich nun lobt? Warum muss ich denn ein guter Schüler sein? Es ist absurd, das Selbstbild von anderen Menschen abhängig machen zu lassen. Von meinem Lehrer Michel und von N. Sensei lernte ich zu sich selbst zu stehen und selbst zu werden, indem sie mich bloß stellten. Wenn ich weiß, wer ich wirklich bin, muss ich doch nicht mehr kümmern, was „unterwürfig“ und Machtspiele sind. Es ist „selbstverständlich“ bzw. „normal“, dass wir stets von anderen Menschen unterstellt werden, aber wissen müssen, wer wir sind, oder? Was ist daran so schlimm? Warum sollte ich das Problem des anderen zu meinem machen? Diese Situationen haben mit der kulturellen Grenze nichst zu tun.

Das Ego kann man nicht töten. Das Ego ist in einer Abhängigkeitsbeziehung zu uns selbst. Wie könnte ich denn überhaupt das Ego töten, um mich selbst zu werden? Ego würde mein Leben nicht erschweren, sondern der Umgang mit dem Ego. Folge ich nun meinem Ego oder warte ich es einfach ab? Gute Dinge könnten manchmal schlecht werden, schlechte Dinge könnten zum Guten wenden. Je nach dem… was ist denn da so absolut?

Ich bin gerne Teeschüler, vielleicht weil ich feige bin. Teeschüler zu sein ist einfacher als andere Menschen zu unterweisen, denn ich das Leben des anderen nicht einmischen muss und die Projektion des Unterwiesenen nicht ertragen muss. Wer will denn schon mit Probleme des anderen auseinandersetzen, wenn man von Herzen diese Person nicht ernst nimmt und liebt? Liebe hat keine Form und ist manchmal schwer zu verstehen. Zu mindest erlebe ich es bei strengen Lehrern. Manchmal ist die Hilfe ein Schlag oder Beschimpfung – ganz anders als liebe Wörter und Küsse, je nach der Situation. Andererseits, wer will denn schon geschlagen werden? Das Ego sucht den widerstandslosen Weg. Vielleicht ist mein Verständnis sehr chinesisch geprägt und es ist mein Verständnis.

M-L Ch.

Liebe M-L,

eigentlich hatte ich in meinem Blog keine Namen genannt, erstens um niemanden persönlich zu verletzen zweitens, weil ich im öffentlichen Raum des Internets keine privaten und persönlichen Dinge besprechen mag und drittens, meine Überlegungen nicht auf bestimmte Personen bezogen hatte, sondern als allgemeines Problem des Lehrer – Schüler Verhältnisses verstanden habe. Persönliches gehört meiner Meinung nach nicht in die Öffentlichkeit, sondern sollte, wie in diesem Fall, zwischen Lehrer und Schüler in einem privaten Gespräch geklärt werden. Deshalb hatte ich auch, nur für Sie selbst, nicht aber für Andere zugänglich, in einer mail mitgeteilt, dass ich mit einigen Gedanken auf ihren Blog reagiert hatte.
Ihre persönlichen Erfahrungen waren bei mir nur der „Auslöser“  für allgemeine philosophische Gedanken, deshalb hatte ich weder Sie noch andere namentlich genannt.

Es bräuchte sicher viele Stunden eines persänlichen Gespräches in guter Atmosphäre, um alle die Fragen, die in Ihrem Beitrag aufgeworfen sind zu diskutieren, aber ein klein wenig will ich versuchen, meine Sicht zu erklären. Wohlgemerkt, es ist meine Sicht, die ich niemanden aufzwingen möchte..

Als erstes möchte ich betonen, dass ich in meinem Beitrag geschrieben habe: „praktizieren wir diese Erfahrung  in echter Demut, die aus dem Herzen kommt, aber die nicht erzwungen wurde“. Die „echte Demut“ fehlt mir gar zu oft in unserer Kultur. Unsere Kultur wir leider mehr und mehr geprägt von Rücksichtslosigkeit und Selbstüberschätzung. Aber ich erlebe es als Abendländer sehr oft, dass nach meinem Geschmack so etwas wie Demut in Ostasien oft erzwungen wird. Wir haben  gerade in Deutschland  keine guten Erfahrungen mit so etwas gemacht. Sicher wird auch die erzwungene Demut vielleicht nach einiger Zeit zu einer echten Demut, aber als Abendländer sehe ich da doch eine ziemliche Problematik. Eigentlich hätte ich noch hinzufügen sollen, dass zu einer echten Demut auch eine echte Dankbarkeit gehört. Vielleicht ist beides überhaupt nicht voneinander zu trennen.

Mit der Situation, die wir in echter Demut erleben sollten, habe ich die Situation gemeint, wo in einem echten Gefühl des EINS – Werdens der Unterschied zwischen Lehrer und Schüler verschwindet. Im Denken Ihres Volkes heißt das dann wohl „MU HIN SHÛ“  (wenn ich es in Japanischer Aussprache wiedergeben darf), was wir im Teeweg mit „Kein Gast –  Kein Gastgeber“ zu übersetzen pflegen, obwohl das vielleicht nicht ganz richtig ist. Der Hin oder Kin ist schon der Gast, aber der Shû ist eigentlich derjenige, der sagt, was zu tun ist. Dann ist der Hin derjenige, der dem nachfolgt, was der Hin vorgibt. Im Teeweg ist der Shû der Gastgeber oder  eben der Lehrer. Im Daodejing handelt es sich bei dem Wortpaar wohl um das Verhältnis der Soldaten, die sich in einem fremden, vielleicht besetzten Land aufhalten, weder als Herren noch als Gäste. Sie sollen so sein, wie alle Anderen des Landes auch. Eben nicht als Befehlsgeber in einem fremden Land, aber auch nicht wie Gäste, die eigentlich nicht dazugehören. In der Unterrichtssituation ist der Sensei so etwas wie der Shû, der „Herr“. Hegel hat einmal geschrieben, dass der Herr eigentlich zu bedauern ist, weil er in einer dialektischen Abhängigkeit zum Diener steht: ohne Diener kann er kein Herr sein. Aber auch der Diener steht im dialektischen Verhältnis zum Herrn. Denken wir an den Leporello, der ganz zu Beginn der Oper Don Giovanni schimpft, dass er es satt hat, ewig Diener zu sein und dass er endlich selber Herr sein möchte. Aber am Ende der Oper, als sein Herr verschwunden ist, geht er ins Wirtshaus, um sich einen neuen Herrn zu suchen. Er IST eben Diener und bleibt Diener. Es ist seine Rolle, die er zu spielen hat und aus der er nicht heraus kann.

Im Tee können wir – nicht immer und nicht jedes Mal –  erleben, wie der Unterschied zwischen Gast und Gastgeber verschwindet, beide werden EINS. Genau diese Situation kann auch in einem guten Unterricht geschehen. Plötzlich lebt der „Schüler“ den Tee, vollkommen selbstvergessen tut er JETZT DIES, JETZT DIES.  Schritt für Schritt. Es gibt kein EGO mehr und der Unterschied zwischen Lehrer und Schüler ist verschwunden. Dann muss der „Lehrer“ den Schüler auch nicht loben oder tadeln. Der hat in eigener Erfahrung erlebt, dass er auf dem WEG ist. Mein Lob für den Schüler heißt: „Hm, geht so!“.  Das heißt, dass es so wie es war „geht“. Wenn wir loben oder tadeln, bringen wir den Schüler in ein Abhängigkeitsverhältnis. Er braucht dann den Lehrer, der ihn tadelt und der Lehrer braucht den Schüler, damit er jemanden zum Tadeln hat.

Das Erlebnis des Eins – Werdens ist sicher nicht die normale und alltägliche Erfahrung des Unterrichtes für den Anfänger. Und dennoch:

Ich hatte einen sehr strengen Lehrer, Kawasaki Gyotei, der im Unterricht absolut unnahbar und streng war, mit dem mich aber im alltäglichen Umgang eine echte Freundschaft verbunden hat. Im Alltag konnte er ausgelassen fast bis hin zur Kindlichkeit sein. Obwohl – oder vielleicht gerade weil  Kawasaki so streng war, habe ich schon ganz bald als Anfänger im Unterricht ein großes Glücksgefühl empfunden, als mir das Falten des Fukusa gelungen war. Ich habe mich selbst völlig im einfachen Falten dieses Tuches vergessen und Kawasaki war in diesem Augenblick auch nicht mehr als dieser strenge Lehrer mir gegenüber vorhanden. Es gab überhaupt kein Gegenüber mehr, weil es auch mich selbst nicht mehr gab. Ich war ganz und gar Fukusa – Falten. Das war nicht immer so. Selbstverständlich gab es Zeiten, in denen ich gedacht habe, wieso ich mir dies antue: die Beine schmerzen, der Tee ist bitter und ich hatte schon wieder vergessen, wie es weiter ging.

Dann war die Strenge von Kawasaki eine absolut große und wichtige Hilfe, weiter zu machen. Ich bin ihm sehr für seine Strenge dankbar. Er hat auch nie vor Anderen Schüler über die Anderen gesprochen. Und er hat mich und die Anderen niemals gedemütigt, schon gar nicht vor Anderen. Seine Strenge war wie ein Rahmen der Sicherheit, der es mir ermöglicht hat, ganz in die Tenmae aufzugehen. Sein „ah!“ oder „hm!“ hat genügt, um mich wieder zurückzuführen, wenn ich in der Gefahr war, mich zu verlieren oder zu verlaufen.

Wenn ich geschrieben habe, „hören wir auf, ewige Schüler zu sein. Begeben wir uns nicht in eine solche Unterrichtssituation, die uns in steter Abhängigkeit hält. Beginnen wir, wirklichen Tee zu machen“, dann habe ich damit genau die Situation gemeint, in der Gast und Gastgeber, Lehrer und Schüler verschwinden. Das heißt nicht, dass nun alle aufhören sollen, Teeschüler zu sein um selber Lehrer zu werden. Wir sollen lediglich nicht ewige Leporellos bleiben, die komische Listen führen, in denen Sie abhaken, welche Tenmae sie gelernt haben und die sich über die Misshandlungen ihres Herrn ärgern. Lassen wir die ungeheure Erfahrung des MU HIN SHU zu und vergessen wir uns selbst, den Lehrer und die Unterrichtsituation.
Wenigstens Augenblicksweise.

Dann sind wir ganz und gar bei uns selbst, weil wir uns selbst völlig vergessen haben, indem wir ganz bei den Dingen sind.
Danken wir unseren strengen Lehrern dafür, dass sie uns zu solchen Erfahrungen führen!

Danken wir in echter Demut dafür, dass es den TEE  – WEG gibt.

Demut und Macht oder Demut des Herzens?

Heute habe ich in einem anderen blog einen Bericht und einen Kommentar über den Unterrichts einer Teelehrerin gelesen, der mich sehr getroffen hat.

Sensei fragte mich am ersten Tag, was ich ihr gerne präsentieren wollte. Usucha oder Koicha. O.K. Koicha im Ro, das kann ich schon und mache es auch richtig gerne. Zu nervös werde ich wohl nicht. Sie hörte von Koicha und fragte, welche Zubreitungsart? Natürlich wollte ich die einfachste Art und sie die komplizierteste. Ich ließ mich nicht beirren. Dann fing die Hölle an

„Do you know, what you have to take now!!??“;  „What do you do??!!“;  „Where are you? You lost your center!! You should never lose your center!!! HMMM!!!“

„This is not Koicha! This is Ursucha!“ Sie saß nicht gerade neben mir, woher sollte sie denn wissen, ob mein Tee zu dünn war? „HOW DO YOU KNOW THAT?“ Alle lachten, weil ich ihr widersprach. „I see everything!“ Mein Koicha war tatsächlich zu dünn, aber woher sah sie es? (Anmerkung g.s: ein geübter Lehrer sieht das sofort,  sogar ohne hinzuschauen. Da ist keine Hexerei dabei. )

„I told you to do the complicated one, but you prefer the simple one!“ sie schaute mich mit ihren starken Augen an. Sie vergaß es nicht und hing es an die große Glocke. Am nächsten Tag musste ich natürlich den Befehl ausführen und ein harter Tag fing richtig an. Fast zu jeder Temae (Teezubreitung) wurde ich aufgerufen mitzuarbeiten. Als Strafe oder Privileg kann man es nicht so leicht definieren. Ich war am Abend richtig erledigt. Erledigt war auch mein Wunsch baldmöglichst wieder dabei zu sein

In einem Kommentar einer anderen Teeschülerin heißt es dazu:

Dein Bericht über den Unterricht bei XY-Sensei hat bei mir diverse Saiten zum Klingen gebracht. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie du dich gefühlt hast, als dich die strenge unnachgiebige Sensei in die Zange nahm. Ich habe es selber schon erlebt und bin nach jedem Seminar ein wenig unschlüssig, ob ich mich dem überhaupt noch stellen mag. Und doch gibt es da so eine gewisse Energie, du mich immer wieder dazu verleitet, wieder hin zu gehen. Ich kann mir das auch nicht erklären…. Einerseits empfindet man XY-Sensei’s  Unterrichtsstil demütigend und daher seelisch schmerzend, und doch schöpft man daraus die Kraft, die uns hilft (mit Demut) durchs Leben zu gehen. Ein Widerspruch? Logisch? Das Herz der Teezeremonie ist schwierig zu erklären, aber XY-Sensei vermag es durch ihr Schreien, die scharf beobachtenden Augen und halt auch mit viel Humor und dem herzhaften Lachen. Oft im Alltag höre ich tief in mir eine Stimme, die „search your center, you are not in your center“ ermahnt. Dies bringt mich dann zum Schmunzeln….;-)

Unterricht im Teeweg demütigend und schmerzend?
Kann das denn wahr sein?
Ja, leider, es ist wahr. Aber dies muss keineswegs immer so sein!

Sicherlich, im Zen und in den Zenkünsten geht es darum, das Ego zu überwinden. Und das ist oft sehr schmerzhaft. Wir haben bestimmte Vorstellungen von uns selbst, unseren Fähigkeiten und Möglichkeiten. Manche überschätzten sich, andere haben eher das Problem, sich nichts zuzutrauen. Aber manche haben gute und solide Fähigkeiten und den starken Wunsch, sich auf dem WEG weiterzuentwickeln. Dennoch erleben auch sie immer wieder die Schmerzen der Weg-Findung und der Selbst-Werdung, der Selbstwerdung ohne Ego.

Ich habe selbst Unterricht bei XY-Sensei erlebt und immer wieder habe ich den Eindruck gehabt, dass gerade diese strebsamen Schüler gedemütigt und ausgebremst werden. Ist das eine Schulung der Demut? Oder ist das die Sicherung der Stellung des Lehrers und seine Machtausübung?

In Japan gibt es das Sprichwort:  „Nägel, deren Köpfe herausschauen, muss man einschlagen!“

Jeder, der besser ist als Andere – ob er das nun nur meint oder ob es tatsächlich so ist – muss klein gemacht werden, so dass sein Kopf nicht über die der Anderen hinausschaut. Das ist in einem Land, in dem die Menschen auf engstem Raum zusammenleben müssen vielleicht notwendig und dies ist die gesellschaftliche Realität in Japan. Aber passt das in unsere Kultur und unsere Gesellschaft?

Die ständige Demütigung und das „Einschlagen“ schafft Menschen, die in total unterwürfiger Haltung zu ihrem „Sensei“ stehen. Ihnen wird niemals erlaubt, eine eigenständige Haltung zu gewinnen. Einmal Schüler  immer Schüler. Ein wesentlicher Punkt des Schüler-Seins ist die freiwillige Unterwerfung unter den Druck des Lehrers, sei es, dass dieser durch ätzenden „Humor“ oder durch andere Mittel ausgeübt wird. Dadurch entsteht das Gefühl der Verbundenheit und des Dazugehörens unter den Schülern

Werden Schüler ständig und gezielt aus ihrer Mitte herausgerissen durch Demütigungen, Witze oder andere Maßnahmen, so kann das einerseits ein Training und eine Hilfe sein, die eigene Mitte zu festigen, aber es kann auch eine systematische Demütigung und Machtausübung darstellen. Der Unterschied ist haarfein und steht auf Messers Schneide. Der Unterschied liegt in der inneren Haltung des Sensei: will er helfen oder stecken vielleicht andere Motive dahinter?

Wenn der Lehrer nicht passt, kann man ihn doch einfach wechseln? Aber: man wechselt in Japan niemals seinen Lehrer, eher hört man auf, diesen bestimmten Kunst- oder Zenweg zu gehen. Es sei denn, der Schüler ist stark genug, sich von seinem Lehrer zu lösen und selber Lehrer zu werden. Ab jetzt wird er Sorge tragen, dass seine Schüler die selbe Demut ihm gegenüber an den Tag legen, die er hatte, als er noch Schüler war

Im Zen wird das Ego getötet. Aber diejenigen, die das geschafft haben, stärken ihr eigenes Ego, indem sie selber „Meister“ werden.  Kein Land der Welt ist so erfolgreich in der Gründung von „neuen Religionen“ wie Japan. Jeder, der stark genug wird, gründet eine eigene neue Religionsgemeinschaft mit einer Menge von total demütigen und unterwürfigen Gefolgsleuten.

Hören wir auf, ewige Schüler zu sein. Begeben wir uns nicht in eine solche Unterrichtssituation, die uns in steter Abhängigkeit hält. Beginnen wir, wirklichen Tee zu machen.

Ein guter Teeunterricht heißt für mich, dass das Prinzip „kein Gast kein Gastgeber“ gültig ist. Wird eine gute Tenmae gemacht, dann gibt es während dieser Zeit weder Lehrer noch Schüler, sondern einfach nur das Erlebnis des gemeinsamen Tee’s. Das ist dann Tee –  Samadhi. Aber dennoch: praktizieren wir diese Erfahrung in echter Demut, die aus dem Herzen kommt, aber die nicht erzwungen wurde. Danken wir dafür, dass es so etwas wunderbares gibt wie den Teeweg! UNSEREN Teeweg, nicht den der professionellen Lehrer. Bleiben wir immer im tieften Inneren unseres Herzens „Amateure“ Menschen, die etwas tun, weil sie es lieben.